Stress

Praktisch jede Belastung, die einem Menschen widerfahren kann, bedeutet für ihn mehr oder
minder starken Stress, der im Grunde stets die gleichen körperlichen Veränderungen provozier
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einfache körperliche Anstrengung,
organische Krankheiten oder Verletzungen, seelische Faktoren wie Ärger, Aufregung,
Konflikte oder um geistige Beanspruchungen handelt. Alle diese Belastungen, stellen Stress da.
Der Stress ist also allgegenwärtig und in der richtigen Dosis notwendig,
um körperlich und seelisch-geistig fit und gesund zu bleiben.
Stress, gleichgültig weicher Art, bedeutet immer eine Belastung.
Sie erfordert geeignete Reaktionen, damit der Stress möglichst rasch wieder
abgebaut werden kann. Dabei muss die Veränderung der Anpassung von Körper,
Geist und Seele mit der Zielrichtung Entspannung angegangen werden.
Interventionen sind dann notwendig, wenn der natürliche Regulationsmechanismus
von Anspannung und Entspannung nicht mehr angemessen in Balance kommt
Die größten Stressfaktoren unserer Zeit sind:
- Hektik, Lärm, Reizüberflutung
- Sozialer Stress
- Sozialer Vereinsamung/Entfremdung
- Übersättigung, innere Leere
- Symbolischer Stress durch Medien
- Beruflicher Stress
Persönliche Stressfaktoren
- Konfrontation mit Krankheiten und Tod
- Familiäre Veränderungen und Konflikte
- Finanzielle Probleme
- Berufliche Stressfaktoren
Stress entsteht im Kopf
Oft geht es im Kopf zu wie im Zentrum einer Stadt während der Hauptverkehrszeit:
da verkehren Wahrnehmungen, Gedanken und Bewertungen, Bilder,
Filme und Stimmen, Sehnsüchte, Erinnerungen, Erwartungen, Vorstellungen und Pläne.
Es herrscht eine ständige Geschäftigkeit. Tagein, tagaus Hochbetrieb.
Uns selbst wenn wir schlafen, läuft und rauscht der Verkehr weiter,
wie träumen, wir denken immer noch.
Der Verstand produziert neue Ängste, Sorgen und Pläne.
Er sorgt sich schon um den nächsten Tag. Im Hintergrund laufen ständige Vorbereitungen.
Über das vegetative Nervensystem reagiert unser Körper auf diesen „Hochbetrieb“
mir Spannungen: ein biologisch einprogrammierter Mechanismus sorgt dafür,
dass der Körper bioelektrisch und –chemisch hochgeschaltet und aktiviert wird.
Über diesen Mechanismus wandern sich geistige Wahrnehmungen-, Denk-
und Bewertungsprozesse in messbarer materielle Körperveränderungen.
Auf den Dauerbetrieb im Kopf stellt sich der Körper dann in einer
Wiederstandsreaktion mit weiteren Veränderungen wichtiger Körperfunktionen ein.
Diese Anpassung kann sich bis hin zur körperlichen Erschöpfung und langfristig
sogar bis zu organischen Veränderungen und Schädigungen fortsetzen.
Für diese unangenehme und Gesundheitsgefährdende Kommunikation zwischen
Geist und Körper hat die Stressforschung den Begriff „Distress“ geprägt.
Die Folgen kennen viele Menschen und wir wissen inzwischen, wie ungesund Distress wirkt:
- Chronischer Distress ist ein Hauptfaktor der Zivilisationskrankheiten (Herz-Kreislauf- und
Krebserkrankungen) und der heutigen Todesursachen.
- Distress beeinflusst sämtliche Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
schätzt, dass etwa 80% der Krankheiten durch Distress bedingt und ausgelöst werden.
Aber ganz egal, ob Distress chronisch wirkt oder nicht, ob er uns im eigenen Körper mit
Krankheitssymptomen zu schaffen macht, ob er unsere Lebensfreude Trübt oder
ob er uns ganz unbemerkt Energie blockiert – Distress betrifft uns alle.
Selbst bei stärkstem Stress entstehen dann keine
gesundheitlichen
Schäden,
wenn
der Organismus nach
der Anstrengung
immer wieder
herunterschalten
und
sich erholen kann
=
„Eustress“

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