Die Feige
Als Trockenfrucht in der Weihnachtszeit ist die Feige allen wohlbekannt. Doch auch als frische Frucht wird
sie immer häufiger angeboten. Sogar die Feigenbäume verbreiten sich in warmen Ecken Deutschlands
immer mehr und sie tragen sogar süße Früchte.
Dass der Genuss von Feigen gegen Verstopfung hilft, ist wohl recht vielen bekannt.
Mit Feigen kann man jedoch auch Husten und andere Beschwerden lindern.
Manche sprechen der Feige sogar eine Wirksamkeit gegen Tumoren zu.
Ihre Heilwirkungen sind bestätigt. Sie wirkt antibakteriell, hilft gegen Verstopfungen;
kann als Hustentee zubereitet werden; ist wurmtreibend; gut gegen Hämorrhoiden, Leberschwäche,
Geschwüre und Hautausschläge. Ganz schön vielseitig.
Die Feijoa
Die Heimat der Feijoa liegt in Südamerika. Heute ist sie weltweit in den Subtropen verbreitet.
Sie wird vor allem an den Orten angebaut, an denen es für die Guave schon zu kalt ist und diese nicht
mehr ausgepflanzt werden kann.
Meist wird die Feijoa als Strauch gehalten, sie kann jedoch auch als kleiner Baum gezogen werden.
Junge Triebe haben eine leichte, weiße Behaarung. Bei der Feijoa handelt es sich um eine
immergrüne Pflanze. Die kleinen Blätter sind gegenständig und werden 3-7cm lang und 1-3cm breit.
An der Unterseite sind sie gräulich.
Die wunderschönen Blüten entspringen den Blattachseln. Sie besitzen fleischige, weiße Blütenblätter
und sind in der Mitte rot oder violett gefärbt. Sie können mit eigenem Pollen bestäubt werden.
Ältere Segmente verholzen und bekommen eine braun-graue Farbe.
Die gelben Blüten wachsen aus dem Rand der Spross-Segmente.
Die Anzucht erfolgt mittels Samen. Oft ist es gar nicht leicht an Samen zu gelangen.
Zeitweise werden sie im Internet angeboten. Die Samen werden im Frühling für 2 bis 3 Tage
in lauwarmes Wasser gelegt und anschließend wenige Millimeter tief in Ansaaterde gesteckt.
Im Minigewächshaus keimen die Samen binnen Wochen recht zu verlässlich,
sodass man einige Pflänzchen bekommt.
Die grünen, eiförmigen Früchte der Feijoa werden etwa 4-8cm lang und 4-6cm breit.
Das körnige Fruchtfleisch dieser Beerenfrucht ist weiß-gelblich.
Die Früchte reifen bei uns im Herbst. Kurz bevor sie essbereit sind fallen sie ab.
Nun lässt man sie ein paar Tage liegen und wenn sie ein wenig weich geworden sind sollten sie
gegessen werden. Die Früchte bleiben auch wenn sie vollreif sind grün.
Ist die Frucht überreif beginnt sich das Fruchtfleisch unansehendlich zu verfärben.
Einige Menschen behaupten, es sei eine der besten Früchte überhaupt, da sie einen sehr interessanten,
süß-säuerlichen Geschmack nach Ananas, Erdbeere und Guave hat. Verwendung findet sie überwiegend
als Frischobst. Dazu wird sie einfach halbiert und ausgelöffelt. Wird sie in Säften oder Obstsalaten
verwendet, kann man etwas Zitronensaft beigeben um ein Braunwerden zu verhindern.
Der Granatapfel
Er verlieh nicht nur der spanischen Stadt Granada und dem scharlachroten Halbedelstein
Granat seinen Namen, sondern auch der Granate.
Und natürlich dem Grenadine, der für viele Cocktails unverzichtbar ist.
Essen wir heute noch die gleiche Frucht, die den Völkern der Antike heilig war?
Natürlich - aber die Evolution sorgt dafür, dass sich alle Lebewesen weiterentwickeln, um sich zu behaupten.
Im Falle von Kulturpflanzen obliegt diese Aufgabe der Züchtung, die dafür sorgen muss, dass die Pflanze
auch auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleibt - sonst verschwindet sie eines Tages von Bildfläche.
Und weil das gelungen ist, werden weltweit jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Granatäpfel geerntet.
Die führenden Produzenten sind Iran, Indien, China und die USA.
Was wurde denn beim Granatapfel unternommen, um ihn für den Weltmarkt fit zu machen?
Zunächst wurde der Ertrag durch verbesserte Anbautechniken und geeignete Pestizide auf 40 Tonnen
pro Hektar erhöht, die Erntesaison züchterisch um einen Monat verlängert und die Lagerfähigkeit der
geernteten Früchte auf vier Monate ausgedehnt. Dann gelang es Maschinen zu konstruieren,
die die von saftigem Fruchtfleisch umgebenen Kerne aus den Granatäpfeln ganz säuberlich herauspulen.
Ein ganz wesentlicher Faktor war die Entwicklung von speziellen Bewässerungstechniken, da die Pflanze
zwar an Trockenheit angepasst ist, aber mit Wasser reichlichen Ertrag liefert.
Heute werden die Plantagen nicht mehr beregnet, sondern "betröpfelt", das heißt nicht mehr mit
Sprinkleranlagen bewässert, sondern mit unterirdisch verlegten Schläuchen, die dem Wurzelwerk
des Baumes die nötige Bewässerung (und Düngung) angedeihen lassen.
Damit ließ sich der Wasserverbrauch um zwei Drittel senken.
Wie macht man die Granatäpfel haltbar? Sie werden kühl und in kontrollierter bzw. modifizierter Atmosphäre
kühl gelagert. Für den Transport zum Handel kommen die Früchte in Verpackungen mit Mikroperforation.
Darin entwickelt sich eine Atmosphäre von 5 Prozent Kohlendioxid und 13 Prozent Sauerstoff.
Das verzögert das Austrocknen der saftigen Kerne.
Apropos Saft: Wie wird Grenadine hergestellt? In vielen Fällen handelt es sich um billige Imitate mit einem
geringen Anteil an Granatapfelsaft. Man mischt stattdessen allerlei dunkle Beeren wie Johannisbeeren
und Holunder, säuert, zuckert und aromatisiert die Mixtur, bis sie an Granatäpfel erinnert.
Für Cocktails wird das dann als Sirup gehandelt. Echter Granatapfelsaft wird heute durch Abpressen
der Ganzfrucht erzeugt. Dadurch gelangt allerdings reichlich bitteres Tannin aus der Schale ins Getränk.
Dieses wird durch Zugabe von Gelatine entfernt.
Nach dem Filtern wird der ziemlich saure Saft stark gezuckert und haltbar gemacht.
Die Gehalte an Gerbstoffen in der Schale sind so hoch,
dass man sie zum Gerben von Leder verwendet.
Dabei gilt der Granatapfel als gesund. Im Internet wird die Frucht in den höchsten Tönen gelobt.
Die einschlägigen Werbeabteilungen haben das Internet, hier auch Wikipedia, offenkundig als
Marketinginstrument erkannt. Ganz allgemein: Je mehr gesundheitliche Wirkungen versprochen werden,
desto größer das Risiko auf giftige Bestandteile zu stoßen.
Denn nur diese können Arzneiähnliche Wirkungen entfalten.
In der Tat liefert der Baum beachtliche Gifte: In der Wurzel finden sich Pelletierine, Alkaloide,
die mit dem Gift der Tollkirsche verwandt sind. Nicht umsonst wurde die Granatbaumrinde
verschiedentlich als Medikament genutzt - zur Bekämpfung von Bandwürmern.
Todesfälle durch Lähmung des Atemzentrums sind bekannt. Beim Genuss der Frucht
besteht - auch aufgrund der langen Züchtungsgeschichte - aber keine Gefahr.
Bei anderen Pflanzenteilen sieht die Lage völlig anders aus.
Hier gilt die alte Regel: je "gesünder" in der Werbung, desto riskanter für den Körper.
Die Grapefruit
Die Grapefruit enthält viel Vitamin C, Kalium, Mineralien, Ballaststoffe, Pektin, Spurenelemente und Enzyme.
Grapefruit - mit den weißen Innenhäutchen und der weißen Innenhaut der Schale gegessen - ist gut für
Herz und Gefäßsystem, wirksam gegen Arterienverkalkung, sehr wirksam zur Senkung des erhöhten
Cholesterinspiegels, und obendrein hat sich Grapefruitextrakt und Grapefruitschale als krebs
bekämpfendes Mittel erwiesen.
Die Grapefruit verbindet Sie mit dem Licht. Sie öffnet das Halschakra, wirkt damit auf die Schilddrüse
und reinigt Gehirn und Denken. Das Licht wirkt abbauend auf alles, was zu reinigen ansteht. Lymphstrom
und Stoffwechsel werden angeregt (Lymphstauungen behoben). Das Licht ist hilfreich bei Müdigkeit,
müden Gliedern, Erkältungen und macht generell kälteunempfindlicher.
Durch ihre besondere Wirkungsweise ist sie in der Lage, Giftstoffe auszufällen, besonders solche,
an die man sonst nur schwer herankommt. Sie wirkt deshalb auch gut bei Blutarmut und Anämie,
die aufgrund von Schwermetallbelastungen im Organismus zustande gekommen ist.
Der Wirkungsschwerpunkt ist der untere Bauchbereich. Dazu gehören neben Blase auch Milz und Nieren
und alle anderen Organe bis zum Zwerchfell. Dieser gesamte Bereich wird energetisch durchwärmt.
Damit wird auch die Bildung einer kraftvollen, eigenständigen, Ich-kräftigen Persönlichkeit gefördert,
die ins äußere Leben hinein tätig wirksam ist. Die Grapefruit stärkt das innere Gehör und hilft dabei,
dass das neue visionäre Wissen ins äußere Leben hinein leichter umgesetzt werden kann.
Die Hautatmung wird gefördert und jede Art von innerer Reinigung. Das zusammen mit appetithemmenden
Bitterstoffen macht sie zur idealen Unterstützung für Fasten-, Abnahme-, und Entgiftungskuren.
Dadurch hilft sie auch bei Raucherentwöhnung, bei Kater und bei Schmerzen aller Art. S
ie schenkt klare Gedanken, was bei geistigen Arbeiten nützlich ist. Sie fördert die Konzentration und hilft
beim Überlegen und Ordnen.
Am besten wirkt frisch gepresster Saft, morgens nüchtern und vor Terminen, die geistig herausfordern.
Probieren Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl in Ihrer Duftlampe, oder geben Sie ein paar
Tropfen in Mandelöl, um Ihrer Haut Gutes zu tun. Oder Sie mischen 3 Tropfen ätherisches
Grapefruitöl mit Milch und geben das Ganze in Ihr Badewasser (nicht für Kinder!).
Natürlich können Sie auch den frischen Saft einer Grapefruit ins Badewasser geben.
Das Bad wirkt zellreinigend, stärkt deine Abwehrkräfte, macht Sie fit und munter!
Achten Sie immer auf genügend Sauerstoffzufuhr!
Die Grapefruit hat ihre Heimat in Indien, Malaysia, bis nach China und Japan. Sie stammt von der
größeren Pampelmuse ab. Angebaut wird die Grapefruit in den USA, Israel, Südafrika und Argentinien.
Achtung!
Wenn Medikamente mit Grapefruitsaft statt Wasser eingenommen werden,
kann die Plasmakonzentration ansteigen. Das gilt für: Kopfschmerzmittel, Schlafmittel,
Antiallergika und blutdrucksenkende Mittel.
Vitaminbombe
Eine Mango pürieren, Ananas und Grapefruit nach Geschmack zufügen und mixen.
Vorbeugend gegen Erkältungen und zur Stärkung.
Die Heidelbeere
Ursprünglich kommt die Heidelbeere vor allem in den Kiefern- und Fichtenwäldern sowie in Hochmooren
und Heiden Eurasiens und Nordamerika vor. Sie ist eine typische Wildfrucht, bis man vor etwa 100 Jahren
in Nordamerika begann, wild wachsende Heidelbeersträucher zu kultivieren.
Die Kulturheidelbeere stammt von den amerikanischen ,,Blueberries“ ab,
die fast murmelgroß und säurearm sind.
Heidelbeeren werden in Kulturen angebaut. Die Hauptanbaugebiete sind die Lüneburger Heide,
Brandenburg sowie Gebiete Süddeutschland und Mittelbaden.
Heidelbeeren sind sehr gesund. Schon die Äbtissin Hildegard von Bingen hat im Mittelalter die heilende
Wirkung der blauen Beeren beschrieben. Die Beeren enthalten leicht lösliche Kohlenhydrate und
verschiedene erfrischende Fruchtsäuren.
Das ausgewogene Zucker-Säure-Verhältnis sorgt dafür, dass die Früchte gut schmecken.
Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffe machen vor allem die Flavonide als natürlicher blauer
Farbstoff Heidelbeeren so gesund. Flavonide sollen im menschlichen Organismus gegen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie gegen Infektionen durch Bakterien und Viren wirken und zur Abwehr von
Krebserkrankungen beitragen. Heidelbeeren haben einen besonders hohen Gehalt an Pektinen.
Sie sind deshalb magenfreundlich und verdauungsregulierend.
Kulturheidelbeeren haben eine feste blaue Schale und deshalb unempfindlich.
Sie lassen sich bis zu einer Woche problemlos im Kühlschrank aufbewahren.
Am leckersten sind Heidelbeeren natürlich von eigener Hand frisch von der Plantage gepflückt.
Sie schmecken etwas gezuckert und mit Milch oder Sahne schon köstlich. Heidelbeeren lassen sich
aber auch zu süßen Gerichten verarbeiten: Obstsalat, Pfannkuchen, Quarkspeisen, Torten, Kompott,
Kaltschalen, zu Gelee und Konfitüre.
Die Himbeere
Die Pflanze ist eine wegen ihrer Früchte beliebte Gartenpflanze.
Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt oder
beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft vielfältig in der Küche verwendet.
Beliebt ist auch Vanilleeis mit heißen Himbeeren, die außerhalb der Saison meist
aus der Tiefkühltruhe stammen.
Im Gegensatz zu einigen anderen Beeren behalten Himbeeren beim Backen ihr Aroma,
weswegen sie sich in Käsekuchen sehr gut machen. Aus den Blättern vor allem der Triebspitzen kann ein
wohlschmeckender Tee aufgebrüht werden. Diese Blätter haben auch Heilwirkung.
Die in Himbeeren enthaltene Ellagsäure gilt als potenzieller Wirkstoff gegen Krebserkrankungen;
die Tatsache, dass synthetisch hergestellte Ellagsäure eine geringere Wirksamkeit zeigt,
weist auf ein mögliches Zusammenspiel mit anderen Bestandteilen der Beeren hin.
Trotz der quantitativ höchsten Konzentration unter allen Obst- und Gemüsesorten scheint die
Ellagsäure-Menge alleine jedoch auch in Himbeeren zu gering zu sein,
um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Wie bei der Brombeere können auch von der Himbeere gleichermaßen Früchte und
Blätter verwendet werden. Die Früchte schmecken frisch als sommerliches Beerenobst,
sie können aber auch zu leckeren Marmeladen, Gelees, Säften oder Likören verarbeitet werden.
Bekannt ist auch Himbeersirup, der zur Herstellung erfrischender Getränke genutzt wird,
oder Himbeerkompott. Aus Himbeerwein gebrannter Schnaps, der Himbeergeist,
heizt an kühlen Winterabenden ein.
Aber nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter finden in Küche und Hausapotheke Verwendung.
Gemischt mit z.B. Pfefferminzblättern, Brombeer- und Erdbeerblättern, Melissenkraut,
Hagebuttenschalen u.a. entsteht ein köstlicher Haustee, der warm wie kalt ein idealer
Durstlöscher sein kann.
Die Früchte sind vitamin- und mineralstoffreich. Himbeeren und ihre Zubereitungen können das ganze Jahr
über eine gesunde Bereicherung des Speiseplans sein. Die Früchte stehen in ihrem Nährstoff- und
Vitamingehalt den Zitrusfrüchten in nichts nach.
Die Blätter haben eine zusammenziehende, leicht antibakterielle und Gewebestärkende Wirkung.
Der Tee aus den Himbeerblättern wurde zur Kräftigung des Zahnfleisches, zur Blutreinigung,
gegen Magen und Darmbeschwerden, bei Hautausschlägen traditionell in der Volksmedizin verwandt
Himbeerblättertee soll Schwangeren die Geburt und Wöchnerinnen das Kindbett erleichtern.
Verwendung:
Blätter: Schleimhautentzündungen, Durchfall
Saft: Fieber
Die Honigmelone
Die Honigmelone ist eine der süßesten Versuchungen, der wir im Sommer begegnen.
Sie ist eine Unterart der Zuckermelone. Die gelbe, runde bis ovale Honigmelone erreicht etwa die Größe
eines kleinen Kopfes. In südlichen Ländern findet man häufig durchaus auch größere Exemplare.
Mittlerweile erreichen uns die Importe aus den Anbauländern der Honigmelone sogar
ganzjährig – Hauptsaison bleibt jedoch der Sommer.
Kultiviert werden die Melonen etwa in Spanien, Italien und auch Israel.
Ihren Ursprung haben Sie wahrscheinlich irgendwo in Afrika.
Das zartgelbe oder weiße Fruchtfleisch ist sehr saftig und herrlich süß im Geschmack.
Die Honigmelone ist eine der süßesten Melonensorten.
Während die Honigmelone in unseren Breiten vor allem als Zwischensnack oder Dessert gegessen wird,
wird sie in südlichen Ländern durchaus mit pikanten Zutaten gemischt und beispielsweise
als Vorspeise verzehrt. Eine Delikatesse aus Spanien ist etwa ein Salat mit Melonenstücken
und Serranoschinken. Auch in Blattsalaten sind Melonen vielseitig einsetzbar.
Ebenso in asiatischen Vor- und Nachspeisen sind Honigmelonen von Bedeutung.
Aber auch in der heimischen Dessertküche sind Melonen breit einsetzbar.
Sie eignen sich etwa als Bestandteil von erfrischenden Obstsalaten, schmecken herrlich
mit Joghurt und lassen sich zu einem köstlichen Speiseeis verarbeiten.
Der hohe Wassergehalt von 90% macht die Honigmelone darüber hinaus zu einem sehr
kalorienarmen Nahrungsmittel.
Die Vitamine A und C sowie der große Calciumgehalt sind Ihrer Gesundheit beim Verzehr sehr dienlich.
Die Johannisbeere
Die Johannisbeere ist eine Verwandte der Stachelbeere.
Kein Wunder, mag da manch eine Naschkatze sagen.
Die schmecken ja beide schrecklich sauer.
Doch als Saft, Nachtisch oder im Kuchen munden die kleinen roten, weißen oder schwarzen Beeren
einfach klasse. Die größte Karriere hat jedoch die Schwarze Johannisbeere gemacht.
Als Cassis (Johannisbeerlikör) oder gleich zum Kir Royal (Johannisbeerlikör mit Champagner)
veredelt findet sie Zugang zu den feinsten Kreisen.
Ihren Namen verdanken die Früchte dem Johannistag am 24. Juni. Denn um diese Zeit sind die Beeren
meistens reif. Darüber hinaus heißen sie regional verschieden: in Österreich Ribisel, in Schwaben Träuble,
in der Schweiz Meertrübeli. Die Franzosen nennen sie Cassis wie den gleichnamigen Likör.
Johannisbeeren wachsen in unterschiedlich langen Trauben an mehrjährigen Sträuchern,
die recht pflegeleicht im Garten gedeihen. Da sich Schädlinge und Krankheiten in Grenzen halten,
ist die jährliche Ernte fast garantiert. Nach der Ernte werden die alten, über vierjährigen Triebe
herausgeschnitten, da sie schlechter tragen. Außerdem braucht das nachwachsende Holz Platz.
Die kleinen, kernreichen Früchtchen liefern uns wichtige Faserstoffe und wertvolle Inhaltsstoffe wie
Kalium und Vitamin C. Außerdem enthalten sie viel Pektin (Ballaststoff) und reichlich Fruchtsäure,
besonders Zitronensäure.
Spitze als Heilpflanze ist die Schwarze Johannisbeere. Ihre dunkle Farbe verdankt sie dem Anthocyan.
Dieser Pflanzenfarbstoff zählt zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Die Schwarze Johannisbeere hat
das meiste Vitamin C aller Beeren, soll gegen Herpes helfen, den Blutdruck regulieren
und den Cholesterinspiegel senken.
Die Blätter der Johannisbeere haben harntreibende und antirheumatische Qualitäten.
Schon seit Jahrhunderten ist die Johannisbeere daher auch als Gichtpflanze bekannt.
Um das Übel bei der Wurzel zu packen, hatten die Regionen früher ihre unterschiedlichen Bräuche.
Während die Mecklenburger den Strauch mit einem Gedicht beschworen,
kamen in Böhmen die Jungfrauen zum Zug: Die mussten am Johanniabend einen Busch stehlen
und ihn um Mitternacht (nackt) pflanzen.
Johannisbeeren sind bis September frisch auf dem Markt zu bekommen.
Gepflückt werden sie immer als ganze Rispe. Auch beim Waschen bleiben sie im Verbund.
Danach die Beeren mit der Gabel vom Stielgerüst streifen. Wer Saft oder Gelee herstellen will,
kann die Früchte mitsamt Stielchen kochen.
Mit ihrem säuerlich-herben Geschmack passen Johannisbeeren gut zu Quark, Sahne,
Milchreis oder Grießbrei. Bewährt haben sie sich auch als Beilage zu herzhaften Gerichten,
z. B. in Sauce zu Wild, Lamm oder Geflügel.
Mit gebackenem Camembert schmecken sie ebenfalls. Johannisbeeren lassen sich gut einfrieren,
Konsistenz und Aroma bleiben weitgehend erhalten.
Die Jostabeere
Erfrischende Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere
Es müssen nicht immer Erdbeeren sein. Neben dem Klassiker haben auch weniger bekannte Beerensorten
einiges zu bieten. Die Jostabeere beispielsweise. Sie ist - wie der Name schon verrät - eine Kreuzung
zwischen der schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere. Die glatthäutigen, braunroten bis fast
schwarzen Früchte wachsen an stachellosen Sträuchern. Sie sind rundlich und nicht ganz so groß wie
Stachelbeeren. Die schwarze Johannisbeere hat ihrem Abkömmling einen hohen Vitamin C-Gehalt vererbt,
der bei etwa 100 Milligramm pro 100 Gramm Rohware liegt. Auch die farbgebenden Anthocyane in der
Schale kommen von der Johannisbeere. Diese zählen zu den gesundheitsförderlichen sekundären
Pflanzenstoffen, durch die sich Beerenfrüchte auszeichnen.
Die Jostabeere ist nicht nur gesund, sie bietet auch ein neues Geschmackserlebnis.
Das köstliche Aroma der Stachelbeere harmoniert mit einer feinen Säure, unaufdringlich ergänzt durch
den typischen Geschmack der schwarzen Johannisbeere. Dabei fehlt deren charakteristischer Geruch,
da die Jostabeere keine Öldrüsen mehr besitzt. Die Jostabeere gibt es bereits seit etwa 30 Jahren.
Ihre Früchte können Anfang bis Mitte Juli geerntet werden. Allerdings bleiben sie bis zur Vollreife fest am
Strauch haften, was die Ernte erschwert. Aus diesem Grund gibt es bis heute keinen Erwerbsanbau, s
o dass man die Beeren kaum im Handel findet, vielleicht gelegentlich auf regionalen Märkten.
"Die Jostabeere ist typisch für den Hobbybereich", sagt Ludger Linnemannstoens,
Versuchsleiter im Gartenbauzentrum Straelen/Köln-Auweiler der Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen. "Sie ist eine vitale, wüchsige Pflanze, die unkompliziert zu halten ist -
außerdem sehr widerstandsfähig, zum Beispiel gegenüber Mehltau."
Frisch geerntet lässt sich die Jostabeere zu aromatischen Konfitüren und Gelees verarbeiten.
Der hohe Pektingehalt erleichtert das Gelieren. Man kann auch Saft aus ihr herstellen
oder sie direkt einfrieren - immer vorausgesetzt, es bleibt noch etwas übrig,
denn die direkte "Verarbeitung" vom Strauch in den Mund ist erfrischend und lecker!
Die Kirsche
Die Kirsche ist die Jahrtausende alte Frucht, die sich in ganz Europa und auch weltweit größter
Beliebtheit erfreut. Als ihre Heimat gelten das gesamte europäische und asiatische Festland.
An dem heutigen Anbau der Kirsche sind jedoch vor allem die Länder Europas beteiligt,
worunter auch Deutschland eine sehr wichtige Rolle spielt. Die Deutschen lieben diese Steinfrucht so sehr,
dass sie neben den eigens angebauten Kirschen auch noch Kirschenimporte erhalten.
Die Hauptsaison für Kirschen dauert leider nur von Juni bis Juli. Ein kleiner Trost ist es da,
dass man Kirschen hervorragend einfrieren kann.
Außerdem gibt es sie ganzjährig konserviert in Schraubgläsern.
Die Unterscheidung von Kirschen in die zwei wichtigsten Sorten ist von großer Bedeutung:
Es werden Süßkirschen und Sauerkirschen kultiviert. Die Süßkirschen sind zum direkten,
rohen Verzehr geeignet und schmecken – wie der Name schon sagt – herrlich süß.
Sauerkirschen entfalten eingemacht am besten ihr Aroma, wie beispielsweise in der Sauerkirschkonfitüre.
Darüber hinaus kann man sie zu Kompotten verarbeiten oder in einen Obstsalat mischen.
Sehr gut schmecken sie auch im Quark oder als Kuchen- und Tortenbelag.
Auch unsere Gesundheit freut sich über den Genuss der kleinen,
rötlich bis fast schwarzen Steinfrüchte sehr.
Kirschen sind reich an verschiedenen B-Vitaminen, an Vitamin C und unterschiedlichen Mineralstoffen
wie Eisen, Phosphor sowie Kalium.
Die Kornelkirsche
Wohltat für Magen und Darm
Die Kornelkirsche ist eine längliche Frucht, die an eine Kirsche erinnert. Ist sie reif,
nimmt die Kornelkirsche eine dunkelrote bis schwarze Farbe an. Dann schmecken die Früchte angenehm
süßlich-fruchtig. Vögel lieben die Kornelkirsche. Und für uns Menschen ist sie sehr gesund.
Die Kornelkirsche ist prall gefüllt mit Vitamin C und Mineralstoffen.
Sie wirkt blutreinigend und sorgt für ein starkes Immunsystem.
Außerdem wirkt sie fieber- und blutdrucksenkend.
Und: Die Kornelkirsche stärkt Magen und Darm. Sie hilft auch bei Durchfall.
Man stellt den Saft aus den Kornelkirschen im Dampf-Entsafter her, es geht aber auch ohne diesen:
Man zerstampft die Kornelkirschen in einer Schüssel, übergießt sie mit Wasser,
sodass die Früchte bedeckt sind. Dann kocht man sie weich.
Lassen Sie danach den Saft durch ein Tuch ablaufen.
Der Saft schmeckt sehr erfrischend und empfiehlt sich als Durstlöscher bei fieberhaften Erkrankungen.
Der hohe Vitamin-C-Gehalt und die Mineralstoffe geben dem Körper das zurück,
was er durch die Krankheit verloren hat und stärken das Immunsystem.
Doch nicht nur die Kirschen kann man verarbeiten, auch die Blätter und die Rinde der Kornelkirsche können
gut für unsere Gesundheit sein: die Blätter und Rinde abgekocht und dem Badewasser zugegeben,
lindern die Beschwerden bei Kinder- und Jugendrheuma.
Die Limette
KLEIN, ABER SAFTIG
Als kleine Schwester der Zitrone hatte die Limette bei uns lange Zeit einen schweren Stand.
Erst im Zuge des allgemeinen Cocktail-Trends schaffte sie in Deutschland den Durchbruch.
Mittlerweile kann sich niemand mehr einen Caipirinha oder Mojito ohne den Geschmack des sauren
Früchtchens vorstellen. Auch wenn wir alle Zitrusarten automatisch mit dem Mittelmeer verbinden - die
Limette stammt wie ihre übrige Verwandtschaft aus Südostasien.
Die Hauptanbauregionen liegen mittlerweile über alle subtropischen Regionen der Erde verstreut,
von Florida und Südamerika über Afrika bis nach Indien.
Während unreife Limetten tief dunkel-grün sind, erkennt man reife Früchte an ihrer grün-gelben Färbung.
Das meist kernlose, ebenfalls gelblich-grüne Fruchtfleisch liefert fast doppelt so viel Saft
wie das einer Zitrone. Der Saft schmeckt intensiv sauer und sehr aromatisch,
weshalb er in der asiatischen Küche weit verbreitet ist.
Das gilt auch für die Schale, die man in geriebener Form als Zutat verwendet.
Hobbyköche und Cocktailtrinker sollten aber nur zu unbehandelten Früchten greifen.
Denn Limetten aus konventionellem Anbau werden in den meisten Fällen gewachst
und mit einem Mittel gegen Schimmelbefall behandelt.
Wie alle Zitrusfrüchte liefert auch die Limette relativ viel Vitamin C, wenn auch weniger als Zitronen.
Dafür enthält sie deutlich mehr Mineralstoffe, vor allem Kalzium, Kalium und Phosphor,
die für den Aufbau von Knochen und Zähnen unerlässlich sind.
Limetten werden bei uns ganzjährig angeboten. Beim Einkauf sollte man nur Früchte auswählen,
die sich fest anfühlen und eine makellose Schale haben.
Eine intensive Gelbfärbung weist auf überreife Früchte hin.
Grundsätzlich halten sich Limetten nicht so lange wie Zitronen, weil sie wegen ihrer dünnen Schale
schnell austrocknen. Am besten sind sie im Kühlschrank bei fünf bis neun Grad aufgehoben.
Wer sich für die nächste Cocktailparty einen Vorrat anlegen möchte,
kann die Früchte auch pressen und den Saft für maximal ein Jahr einfrieren.
Die Mango
Die Mango hat viele wichtige Vitamine
Die Mango ist eine der exotischen Wunderfrüchte in Bezug auf Geschmack und Vitamingehalt.
Das zarte Fruchtfleisch der mittelgroßen Mango mit der dicken, grünen bis roten Schale schmeckt saftig und
unverbesserlich süß. Doch nicht nur die Freude für den Gaumen ist groß: auch die Gesundheit profitiert
erheblich vom regelmäßigen Mangoverzehr. Der hohe Vitamin C-Gehalt stärkt die Abwehr und das in
großen Mengen enthaltene Vitamin A sorgt regelrecht für unsere Schönheit: es beugt vorzeitiger
Hautalterung vor und stärkt die Sehkraft.
Mangos eignen sich hervorragend als Zwischenmahlzeit oder ebenso als abrundendes Dessert:
pur oder verfeinert – sie sind einfach immer ein unvergesslicher Genuss.
Obwohl die Frucht an sich süß und saftig genug ist, kann man sie natürlich noch mit anderen Süßigkeiten
kombinieren: Schlagsahne oder flüssiger Honig werden Schleckermäulern sicherlich gefallen.
Doch nicht nur auf dem süßen Terrain schmeckt die Mango herrlich; probieren Sie doch auch einmal,
die Mango in einem Hauptgericht unterzubringen. Zu Geflügel und Fleisch etwa macht sie eine gute Figur,
ebenso wie in Saucen, Dressings und Salaten. Mit der Zugabe von etwas Mangofruchtfleisch
und/oder Mangosaft verleihen Sie Ihren Speisen leicht eine exotische Note.
Die Frucht ist reif, sobald sich die Schale leicht eindrücken lässt.
Jetzt sollten Sie Ihre Mango aber auch möglichst rasch verarbeiten,
da sie sonst matschig und ungenießbar wird.
Sie können dieses Obst aber ruhig noch im nicht ganz reifen Zustand kaufen,
da sie beim Lagern noch nachreift.
Die Mispel
Kaum jemand weiß noch etwas mit dem Namen und der Frucht anzufangen,
obwohl die Mispelfrüchte im Mittelalter begehrt waren und in Klostergärten gezüchtet wurden.
Die Echte Mispel (Mespilus germanicus) gehört wie so viele essbare Pflanzen zu den Rosengewächsen
und ist mit dem Apfel verwandt. Der Strauch trägt von Mai bis Juni weiße, bis zu fünf Zentimeter
große Blüten. Erst ab November kann man die bräunlichen, bepelzten Mispelfrüchte ernten,
die dann aber noch steinhart sind.
Wie bei vielen Wildfrüchten ist auch bei den Mispeln, die man auch unter den Namen Hespeln,
Asperln oder Nespeln antreffen kann, der Frost wichtig. Er macht die rohen Früchte erst genießbar – vorher
hart und zusammenziehend, werden sie durch die Kälte teigig-weich und schmecken aromatisch
und leicht sauer. Am besten sind sie zu verwenden, wenn das Fruchtfleisch bereits braun wird.
Die walnussgroßen, pektinhaltigen Früchte lassen Marmeladen gut gelieren – neben dem Geschmack ein
weiterer Grund, weshalb unsere Vorfahren die von den Römern mitgebrachten Früchte schätzten.
Außer Pektin enthalten die Mispeln natürlich Fruchtsäuren, Zucker und Bor.
Wegen des Namens werden die Mispeln manchmal verwechselt – entweder mit den Misteln,
einer halbschmarotzenden, nicht genießbaren Pflanze, die gern auf Obstbäumen siedelt,
oder mit der Zwergmispel (Cotoneaster).
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