Wissenswertes über Obst und Gemüse

Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, erkranken seltener an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes.
Denn Obst und Gemüse enthalten jede Menge Vitamine,
Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Doch Obst und Gemüse ist nicht gleich Obst und Gemüse.
Und so haben viele dieser leckeren Früchtchen und Gemüsesorten ganz besondere
(Gesundheits-)Qualitäten.
Daher sei gesagt, dass es keine Obstsorte oder Gemüsesorte gibt, die am gesündesten ist.
Denn jedes hat seine ganz persönliche Eigenschaft.
Hier nun ein paar Informationen über die beliebtesten Obst und Gemüse sorten.
Der Apfel
Die Statistiker wissen es wieder einmal genau: 17 Kilo jener Frucht, die als goldener Zankapfel
zum Trojanischen Krieg führte, isst jeder Deutsche jedes Jahr.
Elf Liter Apfelsaft rinnen jährlich durch deutsche Kehlen.
Weltweit gibt es 20.000 Apfelsorten, aber nur ein Bruchteil, rund 1.000, wachsen in Deutschland. Und nur
vier gängige Apfelsorten decken rund 70 Prozent des europäischen Apfelmarktes ab.
Rund 945 000 Tonnen Äpfel wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik geerntet.
Den großflächigen Apfelanbau, so wie wir ihn heute kennen, haben die Römer eingeführt,
denn sie beherrschten die Kunst des Pfropfens, eine Veredelungsmethode.
Ursprünglich stammt er aus Asien, wahrscheinlich dem Kaukasus und Himalaya.
Seit dem 6. Jahrhundert hat man Äpfel in Mitteleuropa bewusst angebaut; seit dem 16. Jahrhundert
wurde der Apfel dann auch zu einem Wirtschaftsgut und im 19. Jahrhundert begann die gezielte Züchtung.
Der Apfel ist übrigens das beliebteste Obst in Deutschland.
Übersetzt heißt dieser bekannte Spruch etwa "Ein Apfel am Tag - Arzt gespart!".
Tatsächlich steckt viel Gutes in der Frucht mit dem irreführenden lateinischen Namen "Malus",
zu deutsch Übel, Leid und Unheil. Der Apfel enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente,
zu erwähnen ist vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Eisen.
Auf Grund der vielen verschiedenen Fruchtsäuren gilt er als so genannte Zahnbürste der Natur.
Was er besonders gut kann - er reguliert die Darmtätigkeit. Er enthält wichtige Vitamine
wie das Provitamin A die Vitamine B1, B2, B6, E und C, Niacin und Folsäure.
Ein wichtiger Inhaltsstoff ist das Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt,
Schadstoffe bindet und wieder ausschwemmt. Wissenschaftliche Untersuchungen besagen außerdem,
dass Apfelesser seltener an Bronchial- und Lungenkrankheiten leiden.
Das wird auf die sekundären Pflanzenstoffe im Apfel, die so genannten Katechine, zurückgeführt.
Die in der Frucht enthaltenen Flavonoide und Carotinoide können nachweislich das Krebsrisiko mindern
und haben eine antioxidative Wirkung im Organismus.
Die meißten Vitamine jedoch befinden sich unter der Fruchtschale Bis zu 70 Prozent
der Vitamine sind in Apfelschale oder direkt darunter.
Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine ab.
Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und bioaktiven Substanzen.
Zwischen 5 und 35 Milligramm Vitamin C - je nach Sorte, stecken in der Schale.
Und sogar das Kerngehäuse ist noch wertvoll: es enthält Jod.
Wichtig für Apfelbaumbesitzer: Früchte, die in der Sonne hängen,
enthalten deutlich mehr Vitamine als solche, die im Schatten wachsen.
Der Apfel ist das Hausmittel bei Durchfall, wenn man einen rohen Apfel gerieben mit Schale isst.
Apfelessig lindert Hals- und Rachenentzündungen, wenn man 1 Glas heißes Wasser,
1 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Apfelessig schluckweise trinkt.
Oder man isst einen gebratenen Apfel mit Honig - hilft bei Heiserkeit.
Ein Apfel vor dem Schlafengehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel am Morgen hilft beim Wachwerden.
Schwangerschaftsübelkeit am Morgen wird durch das Essen eines Apfels vor dem Aufstehen vermieden.
Die Apfelsine/Orange
Der alte deutsche Begriff für "Orange" ist "Apfelsine" - und das verrät viel über die Herkunft der Südfrüchte.
Denn eigentlich stammen Sie gar nicht aus dem Mittelmeerraum, sondern aus China,
was früher "Sina" genannt wurde. Orangen wurden in Europa erst vor ca. 450 Jahren kultiviert
als Antoine von Bourbon, ein französischer Herzog, die ersten Bäumchen anpflanzte.
Drei gängige Sorten bei uns sind die Shamouti (mild), die Navelina (säuerlich), Navels (recht süß)
und die Moro (Blutorange aus Sizilien, herb-würzig). Aber auch die Größen unterscheiden sich.
Dicke, große Orangen haben eine dicke Schale. Der Inhalt ist meistens genauso groß wie der
der kleineren Orangen, nur mit dem Unterschied, dass bei großen Orangen die Schale nicht
so fest am Fruchtfleisch sitzt. Kleinere Orangen sind daher zum Auspressen besser geeignet.
Die meisten Orangen sind konserviert. Das Mittel gilt zwar als gesundheitlich unbedenklich,
dennoch sollte man die Schale nicht mitessen und auch nicht mitkochen.
Sollten Sie die Schale verarbeiten wollen, sollten Sie die Früchte zuvor mit
kochend heißem Wasser reinigen.
Übrigens ist eine grüne Färbung von Orangen kein Indiz für Unreife.
Die orangene Färbung entsteht nicht durch die viele Sonneneinstrahlung
und Wärmeeinwirkung wie viele meinen, sondern durch sehr tiefe nächtliche Temperaturen
kurz vor dem Gefrierpunkt.
Deshalb kann eine grüne Orange genauso schmecken wie eine orangefarbene.
Orangen enthalten viel Vitamin C (sind aber nicht, wie landläufig geglaubt, die Spitzenreiter,
Paprika z.B. enthält wesentlich mehr) und außerdem 13 weitere Vitamine.
Hinzu kommen noch diverse Mineralstoffe und Fruchtsäuren und drei
unterschiedliche Zucker. Eine Orange liefert 54 Kalorien je 100 g Fruchtfleisch.
Die Aprikose
Im Gegensatz zu Pfirsich und Nektarine kann man sie in der Regel essen, ohne sich dabei v
on oben bis unten zu bekleckern: Einfach die kleine Frucht teilen, Kern herausnehmen und herzhaft
hineinbeißen. Geht ohne Sauerei und Serviette. Ideal ist auch die Größe dieser Frucht.
Eine Aprikose zwischendurch geht immer, mit drei oder vier lässt sich dem kleinen Hunger
problemlos beikommen. Die kleinen runden Früchte sind nämlich so reich an Ballaststoffen, dass sie
ganz ordentlich sättigen. Positiver Nebeneffekt: Sie regen zudem die Verdauung an.
Auch sonst hat die Aprikose ausschließlich gute Eigenschaften. Sie enthält mehr Betacarotin,
als irgendein anderes Obst und ist reich an Kalium, Magnesium, Folsäure und B-Vitaminen.
Das bedeutet für den Körper, dass der Wasserhaushalt reguliert wird,
Stress und sonstige Faltenmacher abgedämpft, die Nerven gestärkt, die Blutproduktion und die Zellteilung
angeregt und die Muskeln gut versorgt werden. Und das alles bei nur 43 Kilokalorien auf bloß 100 Gramm.
Die Ananas
Eine Ananas ist nicht nur lecker, sie enthält zudem zahlreiche wichtige Vitalstoffe.
Diese vielen frischen Vitalstoffe machen die Ananas zu einem wahren Entschlackungsmittel.
Enzymreichen Früchte haben einen sehr positiven Effekt auf den Körper.
Bei trockener Haut und Falten kann eine Gesichtsmaske aus Ananas-Fruchtfleisch,
die zwanzig Minuten einwirken soll und mit kaltem Wasser abgespült wird,
sehr unterstützend wirken. Sie spendet der Haut Feuchtigkeit und löst abgestorbene Hautzellen ab
und erneuert die Zellen.
Ananas unterstützt ein junges Aussehen bis ins hohe Alter.
Ananas ist zudem reich an Enzymen, die einen positiven Effekt auf die Verdauung von Eiweiß und Fett
haben und wirkt als wahrer Fettverbrenner. Mit dem Verzehr von reichlich frischen Früchten kann
Figurproblemen zu Leibe gerückt werden.
Ananas wirkt auch äußerlich für die Schönheit: Wenn wir frischen Ananassaft eine Weile auf die Haut
einwirken lassen, können Sonnen- und Altersflecken aufgehellt und, wenn wir Glück haben,
sogar ganz zum Verschwinden gebracht werden. In einigen Kosmetika sind Ananasenzyme enthalten,
die abgestorbene Hautzellen auflösen und die Haut jung und frisch aussehen lassen.
Die Ananasenzyme entspannen darüber hinaus die Muskulatur und lösen Muskelkrämpfe beispielsweise
während der Menstruation, senken den Blutdruck und beugen Arterienverkalkung vor,
indem sie Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden abbauen. Die Vitamine der B-Gruppe,
die in der Ananas reichlich enthalten sind, sind wichtig für die Muskelbildung und die Bildung von
weißen und roten Blutkörperchen. Sie stärken unser Nervensystem und erhalten die Gesundheit und
Schönheit von Haut, Haaren, Augen. Die Ananas unterstützt die Verdauung und verbrennt Fett.
Die in der Ananas reichlich vorhandene gehirnaktive Aminosäure Trypothan, als Vorstufe für den
Neurotransmitter Serotonin, Botenstoff für Intelligenz und gute Laune, macht uns ausgeglichen
und entspannt. In den USA wird Tryptophan als Antidepressivum in Deutschland hingegen
als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel angeboten. Auch Serotonin selbst ist in der Ananas vorhanden.
Bei einem Mangel an Serotonin wird der Mensch leicht reizbar und aggressiv gegen sich und andere.
Während depressiver Gemütszustände ist der Serotoninspiegel stark herabgesetzt. Serotonin bremst auch
Essgier und Heißhungerattacken, dämpft Ängste und nervöse Erregungszustände und beruhigt.
Ananas hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und macht geistig wach und rege.
Die Ananas enthält Mineralien und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen,
( natürliches ) Jod und Zink. Ausreichende Jodzufuhr unterstützt unser Denken, Zink erhält unsere geistige
Leistungsabgabe und reduziert die Auswirkungen von Stress. Kalzium gilt als Nervenstärker und
Anti-Streß-Mineral, weil es entspannt und beruhigt, und eine genügende Eisenversorgung ist wichtig für
unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Magnesium wirkt als Antidepressivum und ausgleichend
bei Nervosität und Ängsten wirkt aber auch gleichzeitig ideal auf den Kalzium - Haushalt im Körper.
Der hohe Anteil an Natrium ist wichtig für den Ausgleich unseres Säure - Basen - Haushaltes.
Wer übersäuert ist, ist auch psychisch "sauer" und reagiert leicht aggressiv und gereizt.
Ananas wirken stark basisch und helfen, auch in Stresssituationen heiter und gelassen zu reagieren.
Das in der Ananas enthaltene Vitamin B12 hilft besonders bei Gedächtnis- und Antriebsschwäche.
In der Ananas enthält zudem Vanillin. Vanillin ist ein natürlicher, nebenwirkungsfreier Stimmungsaufheller.
Ihm wird eine anregende, erotisierende und euphorisierende Wirkung zugeschrieben.
Die Ananas enthält neben dem Biotin und den Vitaminen B12 und E sämtliche Vitamine
und 16 Mineralstoffe, darunter Kupfer, Zink, Mangan und Jod.
Die Ananas enthält außerdem viel Pro-Vitamin A bzw.
Beta-Karotin und fast alle Vitamine der B-Gruppe sowie Kalzium und Kalium bei wenigen Kalorien.
Die Banane
Bananen machen zwar satt, aber nicht dick. Der Grund: Sie enthalten kaum Fett, dafür aber viele satt
machende Ballaststoffe. Dazu liefern sie noch jede Menge Kohlenhydrate, die Power für Körper
und Gehirn bringen. Das Besondere: In der gelben Frucht stecken so genannte langkettige und kurzkettige
Kohlenhydrate. Die kurzkettigen Kohlenhydrate können vom Körper sehr schnell aufgenommen werden
und versorgen ihn sofort mit Energie. Deshalb helfen Bananen auch gegen akute Schlappheit.
Für das Verarbeiten der langkettigen Kohlenhydrate dagegen braucht der Körper Zeit.
So werden nach und nach über einen längeren Zeitraum leere Energiedepots gefüllt.
Das sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und beugt z. B. Heißhungerattacken vor.
Aber nicht nur deshalb ist, so Ernährungsexperte Prof. Hademar Bankhofer,
die Banane ein echter Schlankmacher, durch das langsame Verdauen der langkettigen
Kohlenhydrate steigt auch der Blutzuckerspiegel nur langsam an.
Dadurch muss der Körper weniger Insulin produzieren. Die Folge: Man nimmt schneller ab.
Denn produziert der Körper zu viel Insulin hemmt die Fettverbrennung,
und die Pölsterchen bleiben auf den Hüften.
Aber nicht nur das: In der gelben Powerfrucht stecken auch z. B. viele Mineralstoffe, die in anderen
Obstsorten nur wenig enthalten sind, nämlich Kalium und Magnesium.
Kalium beugt Herz-Rhythmusstörungen vor und hat außerdem eine blutdrucksenkende Wirkung.
Magnesium dagegen schützt z. B. vor Muskelkrämpfen.
Die wichtigsten Vitamine, die in der Banane stecken sind: Vitamin B6, Niacin und Folsäure.
Vitamin B6 benötigt der Körper z. B. damit das Glückshormon Seratonin seine volle Wirkung
entwickeln kann.
Außerdem fördert B6 den Muskelaufbau. Niacin sorgt für eine weiche Haut und Folsäure fördert die Bildung
der roten Blutkörperchen, man fühlt sich dadurch fitter.
Bananen enthalten Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Kalium, Magnesium, die Vitamine B6 und C und Niacin.
Cholesteringehalt ist übrigens 0.
Jeder hat seine Vorliebe: Der eine isst lieber unreife grüne Bananen, der andere schwört auf die fast schon
braunen Exemplare. Prinzipiell gilt: Alle Bananen, egal welche Marke, werden grün geerntet und reifen
in einer Reiferei, im Handel oder zu Hause nach, bis sie braun werden.
Doch welche sind eigentlich gesünder und besser? Professor Hademar Bankhofer und Fitnesspapst
Dr. Ulrich Strunz verraten was hinter dem Reifegrad steckt: Hier gilt: Je reifer die Banane,
desto intensiver und süßer schmeckt sie. Während grünlich-gelbe Bananen nur einen geringen Zuckergehalt
haben und darum leicht säuerlich frisch schmecken, sind reife Bananen mit bräunlichen Flecken so richtig
süß und enthalten viel Zucker.
Der Grund: Beim Nachreifen der Banane wird die Stärke der Banane in Zucker umgewandelt,
der Zuckergehalt nimmt also zu. Unreife, noch grünliche Bananen enthalten viele langkettige
Kohlenhydrate, die lange satt machen, den Insulinspiegel niedrig halten und dadurch nicht dick machen.
Doch mit dem Reifegrad verändert sich auch die Art der Kohlenhydrate. Je gelber die Banane ist,
desto mehr langkettige Kohlenhydrate (Stärke) werden in kurzkettige (Zucker) umgewandelt.
Die Folge: Überreife Bananen machen also dick, denn der hohe Zuckergehalt lässt den Insulinspiegel
im Blut stark ansteigen. Und das Insulin hemmt die Fettverbrennung im Körper.
Nimmt der Insulinspiegel wieder ab, folgen häufig Hungerattacken.
Die Vitaminmenge nimmt beim Nachreifen zunächst zu.
Werden die Früchte aber zu Hause lange gelagert bis sie überreif sind, also bereits braune
Punkten haben, werden die Vitamine wieder abgebaut.
Auch die Menge der beruhigenden Pflanzenstoffe und glücklich machenden Hormone
wird durch zu lange Lagerung abgebaut.
Den Mineralstoffen dagegen macht die lange Lagerung nichts. Magnesium, Kalium und Co.
ist auch in überreifen bräunlichen Bananen noch in großen Mengen enthalten.
Am gesündesten sind nicht zu reife satt gelbe Bananen, die noch keine bräunlichen Flecken haben.
Denn sie haben den höchsten Vitaminanteil, viele langkettige und nicht zu viele kurzkettige Kohlenhydrate.
Sie machen also satt und nicht dick und schmecken trotzdem schön süß nach Banane.
Die Birne
Die Birnen galten als die Liebesfrucht der Griechen. Die Griechen waren vermutlich auch die ersten,
die Birnenzucht betrieben. Deshalb trägt der Peleponnes auch den Beinamen "Apia" ("Birnenland").
Heute kommen die Birnen jedoch aus allen Gebieten mit gemäßigtem Klima.
Die meisten Birnen in Deutschland kommen aus Italien, denn die deutsche Ernte reicht nicht aus.
Birnen sind nicht so beliebt wie Äpfel und werden mit nur einem Viertel der Apfelmenge geerntet.
Sie lassen sich schwerer transportieren, da sie empfindlicher sind. Tatsächlich sollte man auch keine
vollreifen Birnen kaufen, es sei denn, man möchte sie gleich verzehren.
Ansonsten bilden sich schnell Druckstellen.
Der Säuregehalt von Birnen ist niedriger als der von Äpfeln. Deshalb werden sie von vielen Konsumenten
als langweilige Frucht empfunden. In der Küche helfen jedoch ein paar Tricks. Kochen Sie Birnen z.B.
in Wasser mit etwas Zitronensaft oder legen Sie sie in Rotwein, Portwein oder Weißwein ein,
um den geringen Säuregehalt zu kompensieren. Hervorragend passen auch Zitronenschale, Nelken,
Zimt, Ingwer und Vanille zu Birnen.
Da Birnen süßer schmecken als Äpfel, glauben die meisten, Birnen machten dick.
Sie haben fast die gleiche Kalorienzahl wie Äpfel (und enthalten dementsprechend auch fast die gleiche
Fruchtzuckermenge). Birnen sind für viele Diäten sogar besser geeignet als Äpfel,
da der geringere Säuregehalt dem Magen gut tut.
Birnen enthalten mehr Mineralstoffe als Äpfel, dazu zählen Phosphor, Kalium und Kalzium.
Birnen wirken deshalb entschlackend und entwässernd und regen den Stoffwechsel und die Leber an.
Außerdem sind Birnen ein guter Vitamin B2 Lieferant.
Die Brombeere
Oft verbinden wir mit allem, was man als Medizin zu sich nehmen kann oder soll, Geschmackserlebnisse,
auf die man lieber verzichten würde. Doch was gesund ist, muss nicht immer bitter oder in sonstiger
Weise unangenehm schmecken. Gar keine bittere Pille ist z.B. die Brombeere, die zu den
Durchfallbekämpfenden Gesundmachern aus der Naturapotheke zählt!
Aussehen:
Die Brombeere wächst an bis zu 2 Meter hohen Sträuchern mit stacheligen Stängeln. Die ellipsenförmigen,
gefiederten Blätter sitzen vorn an den Spitzen der Stängel und sind auf der Oberfläche glatt und grün,
auf der Unterseite jedoch filzig-weiß. Die Blattrispen auf der Unterseite haben kleine Stacheln.
Brombeerblüten sind entweder weiß oder haben eine blassrötliche Farbe.
Die glänzenden, schwarzen Beeren sind uns allen wohlbekannt und bei Groß und Klein
wegen ihres vorzüglichen Geschmacks beliebt.
Sammeln und Verwerten:
Brombeeren findet man ohne große Schwierigkeiten. Brombeersträucher wachsen an Waldrändern,
auf Lichtungen, auf sonnigen Hängen und Schuttplätzen. Die Brombeere blüht außerdem einen Großteil
des Jahres über, so dass man viele Monate lang gleichzeitig sowohl Blüten als auch Früchte
in verschiedenen Wachstumsstadien an den Sträuchern entdecken kann.
Aber Vorsicht beim Pflücken: Stechen Sie sich nicht an den Stacheln der Zweige!
Für ein einschlägiges Anti-Durchfall-Rezept aus der Brombeere benötigen Sie die Blätter:
Aus den getrockneten und zerkleinerten Brombeerblättern gießt man dafür einen Tee auf
(pro Tasse nimmt man ca. 2 Teelöffel).
Die vitaminreichen Früchte können Sie roh oder gekocht genießen.
Wirksamkeit gegen andere Beschwerden:
Brombeeren wirken auch gegen Übersäuerung des Magens und können daher Sodbrennen lindern.
Auch bei fiebrigen Erkältungskrankheiten sind sie empfehlenswert.
Dasselbe gilt für Schleimhautentzündungen und bei Heiserkeit –
hier schafft das Gurgeln mit Brombeertee Abhilfe.
Die Clementine
Clementinen sind wegen ihres lecker süßen Geschmackes so beliebt, denn sie haben viel Fruchtzucker
aber nur wenig Säure. Sie sind häufig mit einem kleinen Höcker am Stielansatz versehen, die Schale ist
etwas dicker als bei anderen Mandarinen. Clementinen enthalten meist keine oder nur sehr wenig Kerne
und sind ganz einfach zu pellen. Die bekanntesten Sorten sind Marisol, Clemenules und Clemenvilla.
Clementinen gibt es in der Regel zwischen Anfang Oktober und März zu kaufen.
Die erste Sorte, die auf dem Markt angeboten wird ist Marisol. Diese Sorte wird sehr früh geerntet.
Dadurch kann sich in der Frucht auch nur wenig Fruchtzucker bilden, Marisol Clementinen schmecken
deshalb leicht säuerlich und weniger süß. Durch die lockere Schale ist diese Sorte aber leicht zu pellen,
außerdem hat sie nur wenig, meist sogar gar keine Kerne.
Im November, Dezember und Januar werden neben Marisol vor allem Clemenules angeboten.
Das ist eine Clementinenart mit einer relativ dicken Schale, die sehr einfach zu schälen ist.
Der Geschmack dieser Clementine ist richtig schön süß, weil sie lange am Baum gereift ist.
Ebenfalls süß im Geschmack ist die Clemenvilla, die erst ab Mitte Dezember verkauft wird.
Diese Clementine hat allerdings eine sehr dünne und eng anliegende Schale,
die deutlich schwerer zu schälen ist.
Satsuma:
Die ursprünglich aus Japan stammenden Satsumas kommen meist schon im Oktober in den Handel.
Satsuma sind eher gelblich bis orange. Ihre Schale ist sehr dünn, lässt sich aber gut schälen.
Nachteil der Satsuma ist, dass sie manchmal Kerne hat.
Dazu kommt diese Sorte schmeckt etwas säuerlicher als Clementinen.
Die Top Mandarinen sind für Juan Llombart Clementinen, vor allem die Clemenules,
denn sie haben einen herrlich süßen Geschmack und lassen sich ganz einfach pellen.
In der Regel werden Clemenules in fast allen Supermärkten angeboten.
Die Dattel
Die zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae = Palmae) gehörende Echte Dattelpalme
(Phoenix dactylifera) ist eine 15 - 20 m, selten bis 30 m hohe, typische Oasenpalme mit graubraunem,
schlanken, sehr rauen Stamm und lockerer Krone, die aus 30 bis 40 Wedeln mit einer Länge von
3 bis 5 m besteht. Die Blätter sind schmal, sehr hart und steif, grau-bläulich gefärbt und treiben
häufig Ausläufer.
Im Bereich der Blattkrone entstehen die Blütenstände aus denen sich in traubenähnlichen Fruchtständen
mit bis zu 500 Einzelfrüchten die Früchte entwickeln. Die fleischigen Beerenfrüchte sind rundlich
bis oval oder walzenförmig, 3 bis 7 cm lang, 1 bis 2 cm dick und 2 bis 10 g schwer.
Sie weisen eine feste, durchscheinende, Außenhaut auf die gelblich, hell- oder dunkelbraun,
rot oder fast schwarz gefärbt ist. Der Kern ist 1 bis 4 cm lang und längsgefurcht.
Datteln werden nach der Beschaffenheit des Fruchtfleisches in weiche,
halbtrockene oder trockene Arten unterschieden.
Die für den Export als getrocknete Datteln vorgesehenen Früchte werden kurz vor der Vollreife geerntet
und händisch oder maschinell vom Fruchtstand abgetrennt. Die Früchte werden dann einige Tage lang
in der Sonne und anschließend maschinell bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20% getrocknet,
sortiert und verpackt.
Datteln sind ursprünglich am Persischen Golf beheimatet und seit mehr als 5000 Jahren bekannt,
was durch altbabylonische Abbildungen belegt ist. Sie werden heute - neben ihrer Heimat - in Nordafrika,
auf dem amerikanischen und dem australischen Kontinent angebaut.
In der Nordsahara beispielsweise werden kurzstämmige Dattelpalmen vielfach in Trichteroasen kultiviert,
wo sie vor Sandstürmen geschützt sind und ihre abgeschnittenen Palmwedel zur Herstellung
von Windschutzzäunen verwendet werden. Obwohl der Anbau von Futterdatteln für Kamele
laufend abnimmt steigt insgesamt die weltweite Dattelproduktion deutlich an.
Getrocknete Datteln aus dem Iran, Pakistan oder Ägypten werden das ganze Jahr über lose
in Kartons verpackt angeboten - die Saison geht allerdings nur von August bis Januar.
Frische Datteln - meist in Kartons dekorativ am Stiel verpackt - werden im Zeitraum
Anfang September bis Ende Oktober angeboten.
100 g (getrocknete) Datteln weisen einen Brennwert von etwa 1.150 kJoule auf und enthalten etwa
16 g Wasser, 2 g Eiweiß, 0,4 g Fett, 73,5 g Kohlenhydrate und 7,5 g Ballaststoffe.
An Spurenelementen und Vitaminen sind etwa 32 mg Kalzium, 1,1 mg Eisen, 3 mg Natrium
sowie 5 RE Vitamin A enthalten.
Von den etwa 100 Dattelsorten ist Medjool wohl die wichtigste und bekannteste Sorte;
sie ist im frischen Zustand vollkommen rot gefärbt und nimmt im getrockneten Zustand eine kastanienartige
Farbe an. Als frische Datteln wird meist die Sorte Bardhi angeboten, die sehr süß und saftig ist und auch
kühl gelagert noch gut nachreift. Weitere bekannte Sorten sind Deglet-Noor mit ihrem nougatähnlichen
Geschmack, die helleren Zahidi sowie die Khadrawi und Halawi Datteln.
In den Trockengebieten Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens sind Datteln für die Ernährung
von Menschen und Tieren wegen ihres hohen Nährwertes von großer Bedeutung und werden ja auch
als Brot der Wüste bezeichnet. Daneben werden die Datteln in diesen Gebieten zu
Dattelsirup, -honig, -mehl, Alkohol oder Essig weiterverarbeitet.
In Europa werden Datteln entweder roh verzehrt oder für Süßspeisen, Kuchen, Fruchtsalate
und Konfekt verwendet. Man mariniert sie mit Whiskey, füllt sie mit Marzipan und verwendet sie für
Früchtebrot und englische Kuchen.
Die Drachenfrucht
Die Drachenfrucht ist ein sehr exotisches Obst, das aus dem asiatischen Raum stammt.
Dort wird sie häufig zu Dekorationszwecken verwendet, da ihre Schale und ihr Fruchtfleisch kräftige Farben
und die Frucht an sich eine interessante Form besitzt. Natürlich ist sie aber ebenso gut essbar.
In Deutschland gibt es die Drachenfrucht nur vereinzelt zu kaufen, da ihr Transport eher schwierig ist.
Die Saison für Drachenfrüchte dauert von Juni bis Dezember, bei Drachenfrüchten, die aus Vietnam
importiert werden, sogar nur bis September.
Die Drachenfrucht besitzt eine schuppenförmige, leicht stachlige Schale und ein weiches Fruchtfleisch,
das viele kleine Kerne besitzt. Es gibt verschiedene Drachenfruchtsorten, von denen drei am
häufigsten vorkommen: Eine Drachenfrucht mit pinkfarbiger Schale und weißem oder rotem Fruchtfleisch
sowie Eine mit gelber Schale und weißem Innenleben.
Die Pitahaya, wie sie in ihrer Landessprache genannt wird, ist auf jeden Fall eine Verkostung wert.
Während der Saison könnte sie auf großen Obst- und Gemüsemärkten oder bei Obsthändlern sowie in
asiatischen Lebensmittelläden zu finden sein.
Die Suche nach dieser exotischen Frucht lohnt sich auf alle Fälle!
Eventuell ist die Drachenfrucht auch bereits geschält in Konserven erhältlich.
Auch die Zucht eigener Drachenfruchtkulturen ist theoretisch möglich.
Jedoch sind die Früchte in diesem Falle nur für Dekorationszwecke geeignet, da sie in kurzer Anbauzeit
nicht die zum Verzehr erforderliche Größe erreichen.
Die Erdbeere
Jeder Deutsche isst im Jahr drei Kilo von den leckeren roten Früchten.
Gut so - denn sie sind nicht nur prall voll mit sommerlicher Süße, sondern auch mit vielen gesunden
Inhaltsstoffen, die unsere Abwehr stärken und für Ausgeglichenheit und Optimismus sorgen.
Frisch genossen, entfaltet sich ihr Geschmack besonders intensiv. Deshalb sollte man die kurze
Erdbeer-Saison im Mai und Juni unbedingt nutzen!
Ein 250 g -Schälchen Erdbeeren am Tag genügt, um den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen
zu versorgen. Damit nimmt man zum Beispiel schon den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C auf.
Und dabei sind sie ein figurfreundlicher Genuss: 250 g Erdbeeren liefern nur rund 80 Kalorien.
Auch Folsäure, die für guten Schlaf, innere Ruhe und Gelassenheit sorgt, kommt in Erdbeeren in
rekordverdächtigen Mengen vor. In den Erdbeersamen - das sind die kleinen gelblichen "Körnchen"
auf der Schale - stecken die Mineralstoffe Eisen, Kalzium, Magnesium, Zink,
Kupfer und das seltene Mangan.
Es verbessert Stimmung und Konzentration. Auch die beiden Phenolsäuren Ferulasäure und Ellagsäure,
die als krebs hemmend gelten, sind in Erdbeeren reichlich enthalten. Ellagsäure kommt außer in Erdbeeren
nur in wenigen Obstsorten (Himbeeren, Brombeeren, Trauben) vor. Lange Transportwege,
Licht und Wärme vertragen die empfindlichen Vitalstoffe übrigens nicht. Darum sollten Erdbeeren
möglichst pflückfrisch gegessen werden.
Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht nach. Achten Sie deshalb beim Kauf oder beim Pflücken darauf,
dass sie wenig grüne Stellen aufweisen. Ob sie eine tief- oder hellrote Farbe haben,
hängt jedoch von der Sorte, nicht von der Reife ab. Das sollten Sie bei den Früchtchen beachten:
·
Erdbeeren sind empfindlich und verderben schnell. Besonders wenn sie abgepackt angeboten werden,
sollte man sie auf etwaige Druckstellen oder Schimmel überprüfen.
Im Kühlschrank halten sie sich bis zu drei Tagen.
·
Die Früchte erst kurz vor dem Verzehr waschen - am besten nur abbrausen und trocken tupfen,
damit sie nicht wässrig werden. Danach die grünen Kelchblätter entfernen.
·
Erdbeeren entfalten ihr Aroma bei Zimmertemperatur intensiver als gekühlt.
·
Reife, schon etwas "matschige" Erdbeeren lassen sich noch gut zu Kompott
oder zu Marmelade verarbeiten.
Köstlich schmecken sie auch in Quark, Joghurt oder Milchshake.
Zum Einfrieren nur einwandfreie Früchte verwenden; diese waschen, trocken tupfen und nebeneinander
auf einem Brett ausbreiten. Kurz anfrieren, erst danach in Gefrierbeutel füllen.
Sie sind tief gefroren bis zu einem Jahr haltbar.
Der Genuss von Erdbeeren hat für manche Menschen unangenehme Folgen.
Die Lippen schwellen an, die Mundpartie rötet sich und juckt, Pusteln treten auf.
Bei einer echten Nahrungsmittelallergie sind diese Symptome eine Reaktion des Immunsystems:
Sobald es bestimmte Stoffe als gefährlich einstuft, ergreift es Abwehrmaßnahmen. Dazu gehört, dass der
Botenstoff Histamin ausgeschüttet wird, der zu den Hautausschlägen führt.
Schlimmstenfalls können dabei sogar die Schleimhäute in Mund und Rachen so heftig anschwellen,
dass Erstickungsgefahr droht.
Zum Glück kommen Erdbeer-Allergien selten vor. Gefährdet sind Patienten, die auch auf Birkenpollen
allergisch reagieren ( Kreuzallergie ). Häufiger treten die typischen Beschwerden nach dem Genuss von
Erdbeeren auf, ohne dass die körpereigene Abwehr sie hervorruft. Es handelt sich dann nur um eine
scheinbare oder Pseudoallergie. Auslöser ist das in Erdbeeren enthaltene Histamin,
auf das der Körper direkt reagiert. Da die Krankheitszeichen die gleichen sind,
sollte ein Arzt die jeweilige Ursache klären. Eine Allergie kann heute vielfach erfolgreich durch
eine Hyposensibilisierung behandelt werden. Im Fall einer Pseudoallergie hilft dagegen leider nur,
auf Erdbeeren zu verzichten.
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