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Der Rucola

 

 

rucola von Gärtnerin
 

 

 

Rauke ist der deutsche Begriff für Rucola, jene herb-würzige, leicht nussige Salatpflanze

(gelegentlich auch Öl- oder Senfrauke genannt), die in kaum einem toskanischen Salat fehlt und

seit einigen Jahren auch bei uns vermehrt gegessen wird. Besser gesagt: wieder gegessen,

denn in hiesigen Breiten war die Rauke bereits im Mittelalter bekannt, um dann für Jahrhunderte

von der kulinarischen Landkarte zu verschwinden.

 

Rauke muss schnell verarbeitet werden, da die geernteten Raukeblätter schnell welken.

Dies gilt insbesondere für die Echte Rauke (recht selten erhältlich und zu erkennen an den oval

zulaufenden Blättern, leicht an Feldsalat erinnernd), etwas weniger für die häufiger

angebotene Wilde Rauke. Aufgrund des hohen Nitratgehalts ist anzuraten,

Rauke nicht zu oft auf den Speisezettel zu setzen;

bei maßvollem Einsatz überwiegen jedoch die gesundheitlichen Vorzüge.

 

Das Sauerkraut (Weißkohl)

 

 

Smoked Pork Roast in Redwine Souce with Mashedpotatoes and Sauerkraut, 011 von Hobby-Photograph
 

 

 

Sauerkraut ist nicht nur die im Ausland bekannteste deutsche Speise,

sondern hat bei uns auch den Ruf, eine der gesündesten Beilagen der deutschen Küche zu sein.

Aber was genau ist Sauerkraut und wie wird es hergestellt?

 

Sauerkraut ist geschnittener und mit Hilfe von Milchsäurebakterien vergorener Weißkohl,

auch Sauerkohl genannt. Weißkohl gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler.

Er wird hauptsächlich in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Polen und China angebaut.

Schon im antiken Griechenland war die Konservierungsmethode der Milchsäuregärung bekannt,

auch für geschnittenen Weißkohl, also Sauerkraut – ebenso wie in China. Seit dem 18. Jahrhundert

setzte man den sauren Kohl auch in der Seefahrt als medizinische Nahrung ein. Denn Sauerkraut enthält

viel Vitamin C und kann so Skorbut (ist eine Hypovitaminose bzw. Avitaminose, die durch einen

Mangel an Ascorbinsäure (Vitamin C) ausgelöst wird) verhindern.

 

Sauerkraut gehörte bis zur Erfindung neuerer Konservierungsmethoden zu den vor allem

im Winter in Holland, Deutschland und Polen hauptsächlich verarbeiteten Gartenfrüchten.

Durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt eignete es sich hervorragend als Wintergemüse,

um in dieser obstfreien Zeit Mangelerscheinungen vorzubeugen. Um Sauerkraut zu machen,

schneidet man den Kohlkopf in feine Streifen und gibt diese in einen Topf oder Gärbottich.

Zwischen einzelne Lagen Kraut wird etwas Salz gestreut.

Dann muss mit einem Krautstampfer der Saft aus den Zellen gestampft werden,

bis er das Kraut gänzlich bedeckt.

 

Es ist wichtig, das Kraut mit viel Druck zu stampfen und den Deckel mit Gewichten noch zu beschweren

(früher wurden große Steine auf den Bottich gelegt), damit das Kraut so fest wie möglich

zusammengepresst wird. Denn so wird vermieden, dass kleine Lufteinschlüsse im Kraut bleiben,

die Fäulnisprozesse in Gang setzen würden. Bei der industriellen Fertigung wird selbstverständlich

mit Edelstahl-Gärsilos gearbeitet, wie man sie aus dem Weinbau kennt.

 

Auch die Beigabe von Salz sorgt nicht nur dafür, dass dem Kohl während des Gärungsprozesses

die Flüssigkeit weiter entzogen wird. Sie verhindert ebenfalls, dass Fäulnisbakterien aktiv werden,

noch bevor das Kraut zu Gären beginnt. Drei bis sechs Wochen säuert der Kohl im Bottich vor sich hin,

bevor er reif ist.

 

Es gibt kaum ein gesünderes Nahrungsmittel, denn Sauerkraut enthält die Vitamine A, B, C,

sowie Mineralstoffe und Proteine und ist dabei praktisch fettfrei. Jedoch enthält es auch Histamin,

was nicht jeder verträgt.

Es gibt die mannigfaltigsten Gerichte, in denen Sauerkraut Verwendung findet, von frittierten

Sauerkrautbällchen über die Klassiker Schlachtplatte bis hin zu Sauerkrautsalat und

Sauerkraut-Kartoffelgratin sind die Einsatzmöglichkeiten grenzenlos.
 

Je nach Region werden Äpfel oder Weintrauben zugegeben, vor allem zu Weinsauerkraut,

dem schon bei der Gärung etwas Wein zugefügt wird. In Aufläufen kann man es gut mit

Fisch kombinieren, auf Schlachtplatten erfreut es den Gaumen kombiniert mit allen

Schweinefleischarten wie Speck, Bauchfleisch, Rippchen, Kotelett oder Würsten.

In Süddeutschland sind außerdem Leberknödel und Kartoffelpüree sehr verbreitete Zutaten.

Passende Sauerkraut-Gewürze sind Lorbeer,  Wacholder, Kümmel und Nelken.

 

Sauerkraut war auch wichtiger Bestandteil der Lieblingsspeise des deutschen Altkanzlers Helmut Kohl,

dem Saumagen. Er lud Staatsgäste gern in sein Lieblingsrestaurant nach Deidesheim in der Pfalz ein,

wo er dem ein oder anderen die Pfälzer Wurstspezialität Saumagen und gewiss auch

Sauerkraut schmackhaft machen konnte.

 

Die Steckrübe

 

 

Steckrübe * Swede * Rutabaga von Britta's world of photos
 

 

 

Die Steckrübe (Brassica napus var. napobrassica) hat viele Namen, wie zum Beispiel Kohlrübe,

Erdrübe, Schmalzrübe, Bodenkohlrabi, Dorschen, Wruken oder Kullochen. Sie ist eine verdickte,

gelbfleischige, saftige Wurzel, deren Fleisch zart und leicht süßlich schmeckt.

Sie ist auch sehr gut verdaulich.

 

Das Wintergemüse hat ein ausgeprägtes, kohlähnliches Aroma.

Ihr Geschmack ist intensiver als der der Weißen Rübe.

Die Wurzel wird geschält und anschließend geschnitten.

Man gart sie etwa 15 Minuten in Salzwasser.

Die Steckrübe schmeckt köstlich als Püree mit Kartoffeln oder Karotten vermischt

und hat einen hohen Gehalt an Kalium.

 

Der Schnittlauch

 

 

Schnittlauch ... von bayernernst
 

 

 

Schnittlauch ist eine mehrjährige Pflanze.

 

Im Frühling treiben innerhalb kurzer Zeit aus dem Wurzelstock rundliche, hohle Stängel, das Schnittlauch.

Diese Stängel werden bis zu 30 cm hoch. Nur wenige Monate später, meistens im Mai, wachsen

einige Stängel, die deutlich härter sind als die anderen. An diesen Stängeln entfalten sich dann

die rosavioletten Blüten. Die Blüten sind kugelförmig. Nach der Blütezeit wachsen wieder normale Stängel,

bis sich der Schnittlauch Anfang Winter in die Erde zurückzieht.

Als Gewürz kennt jeder den Schnittlauch, aber dass er auch eine Heilpflanze ist, ist nicht so bekannt.

 

In der Zeit, wenn er im Frühling aus der Erde sprießt, brauchen wir ihn am allernötigsten,

denn er vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, reinigt das Blut und liefert uns Vitamin C.

Schnittlauch ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders der Anteil an Vitamin C Anteil

ist sehr hoch (49mg/100g), aber auch der Kalium und Phosphorgehalt machen Schnittlauch

zu einem sehr wertvollen Gewürz.

 

Der Schnittlauch wird am besten in der Küche angewandt, denn seine stärkste Heilwirkung entfaltet er,

wenn er frisch gegessen wird.

Heutzutage kann man Schnittlauch in den meisten Lebensmittelläden preisgünstig im Topf kaufen

und dann auf der Fensterbank weiter wachsen lassen.

Ein paar Schnipsel davon auf Brot oder in die Suppe gestreut, schmeckt nicht nur gut,

sondern dient auch der Gesundheit. Schnittlauchpfannkuchen sind im Saarland oft auf der Speisekarte.

Besonders wertvoll ist auch ein Kräuterquark mit frischem Schnittlauch.

 

Man kann übrigens auch die Blüten essen, beispielsweise im Salat. Schnittlauch findet in der Küche

eine große Verwendung bei allen, die Wert auf gesundes und eine schöne Dekoration legen.

Eine selbst gemachte Kräuterbutter mit Schnittlauch, Petersilie und vielen anderen Kräutern schmeckt toll

und ist dazu sehr gesund. Zur Geschmacksverbesserung wird er für zahlreiche Gerichte verwendet:

Geflügel und Fleischgerichte, Suppen, Eintöpfe und Eiern,

sowie für herzhafte Salate und einfache Butterbrote.

 

Der Thymian

 

 

Thymian von owagner
 

 

 

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika beheimatet.

 

Beim Echten Thymian handelt es sich um einen bis zu 50 cm hohen Zwergstrauch mit verholzenen Zweigen.

Der Stängel und die elliptischen Blätter sind graufilzig behaart. Die Blüten haben eine blassviolette

Färbung und bilden einen ährenartigen Blütenstand.

 

Der Thymian wird schon lange als Heilkraut verwendet.

Schon die alten Ägypter sollen den Thymian zum Einbalsamieren ihrer Toten benutzt haben.

Als anregendes Räuchermittel fand er im alten Griechenland Verwendung.

Die heilende Wirkung auf Lunge und Bronchien wurde im Mittelalter bekannt.

Hildegard von Bingen pries den Thymian besonders bei Atemnot, Asthma und Keuchhusten.

Medizinisch verwendet werden die von den Stängeln getrennten Blätter und die Blüten des Thymians.

In der Küche wird Thymian auch häufig als Gewürz verwendet.

 

Thymian enthält ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteil das Phenol Thymol ist.

Außerdem sind Flavonoide und Gerbstoffe enthalten.

Die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe variiert stark nach Art und Herkunft des Thymians.

 

Thymol hat auf Viren, Bakterien, sowie auch Pilzen eine wachstumshemmende Wirkung.

Es regt die Tätigkeit des Flimmerepithels der Atemwege an, verflüssigt Schleim,

wirkt krampflösend und fördert den Auswurf beim Husten. Die Gerbstoffe des Thymians

unterstützen die antientzündliche Wirkung und regulieren die Verdauung.

 

Aufgrund seiner antibakteriellen und verdauungsregulierenden Eigenschaften werden durch

Thymian viele Speisen, vor allem Fleisch- und Wurstwaren, bekömmlicher.

In der Volksmedizin wurde früher Thymianöl als Wurmmittel verwendet, was aber aufgrund der in

entsprechender Dosierung möglichen Nebenwirkungen nicht mehr empfohlen wird.

 

Personen mit schweren Leberschäden oder Schilddrüsen-Funktionsstörungen sollten vor der

Behandlung mit Thymian Rücksprache mit einem Arzt halten,

da Thymol und Carvacrol in hoher Dosierung und längerer Anwendung diese

Krankheiten verschlimmern können.

 

Die Tomate

 

 

Tomate von Miguel Á. Yuste
 

 

 

Die Tomate, auch Liebesapfel oder Paradiesapfel genannt, wird von Botanikern als Beere bezeichnet.

Sie stammt aus Mexiko und Peru und wurde Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa importiert

und wird heute überall angebaut. Ihr Name leitet sich vom mexikanischen "tumatle" her.

Diese ursprünglichen Tomaten hatten die Größe von Kirschen. Die heutigen Zuchtformen weisen

eine unglaubliche Vielfalt auf.

Im Handel finden sich hauptsächlich runde Tomaten, Baum- oder Strauchtomaten, Fleischtomaten,

die länglichen Eiertomaten und die kleinen Kirsch-, Party- oder Cocktailtomaten.

Letztere sind der Ur-Tomate am ähnlichsten. Sie zeichnen sich durch ein konzentriertes Aroma aus.

Die kräftigen Baum- oder Strauchtomaten verdrängen immer mehr die althergebrachte runde Tomate.

Es kommt den Verbrauchern nicht mehr unbedingt auf Tomaten-Masse,

sondern eher auf den Geschmack an.

Tomaten erhält man ganzjährig als Gewächshausware oder als deutsche Freilandtomaten

von August bis September.

 

Inhaltsstoffe

Tomaten zeichnen sich durch einen hohen Carotin- und Vitamin-C-Gehalt aus,

enthalten viele Mineralstoffe und sind kalorienarm. Eine Tomate von 50 g kommt

auf lediglich 9 kcal, bzw. 37 kJ.

Bei der Zubereitung sollte man darauf achten, grüne Stellen und auch den Stielansatz zu entfernen.

In diesen Bereichen befindet sich das giftige Solanin, das auch in unreifen oder belichteten

Kartoffeln vorkommt und Gesundheitsschäden hervorrufen kann.

 

Egal ob pur, als Sauce zu Nudeln oder auch als Klassiker als mit Zwiebeln angereicherter Salat.

Die Tomate ist und bleibt mit das gesündeste und beliebteste Gemüse Europas.

 

Die Trüffel

 

 

trueffel_close_2 von been_there
 

 

 

Je nach Epoche, veränderte sich die Beurteilung der Trüffel.

So heißt es in der griechischen Mythologie, Trüffel entstehen aus Blitzen, dem Symbol

des obersten olympischen Gottes Zeus. Dann wiederum galten sie aufgrund ihrer schwarzen Farbe

als Teufelswerk.

Im Deutschen nimmt man es mit der Bezeichnung „Trüffel“ nicht so sehr genau

(immerhin tragen ja auch köstliche Pralinés diesen Namen).

In der Alltagssprache verwendet man den Begriff für alle möglichen unterirdisch wachsenden Pilzarten,

obwohl diese gar nicht mit den echten Trüffeln verwandt sind. So gibt es die Hirschtrüffel ebenso

wie die Böhmische und Polnische Trüffel, deren Fruchtkörper sogar oberirdisch wachsen.

Trüffel sind bescheidene Untermieter ihrer Wirtspflanzen: sie gehen mit deren Wurzeln eine

zumeist gewinnbringende Verbindung ein. Durch diese Symbiose erhält die Wirtspflanze Mineralsalze

und Wasser, die Trüffel profitiert von Photosyntheseprodukten, was ihr das Leben unter Tage überhaupt

erst ermöglicht. Das damit verbundene Problem, dass sich so auch die Pilzsporen nicht mehr

verbreiten können, hat die Natur (zur Freude von Gourmets) elegant gelöst: Trüffel lassen sich

von Tieren verbreiten. Durch den Waldboden hindurch lockt der markante Trüffel-Geruch

Wildschweine an, welche die unverdaulichen Sporen verbreiten.

Daher kann man für die Suche nach den köstlichen Bodenschätzen Trüffelschweine einsetzen.

Heutzutage setzt man bei der Suche aber häufiger auf speziell abgerichtete Hunde.

Schweine verzehren die teuren Pilze nämlich lieber selbst, als sie wieder herzugeben.

Außerdem verursachen sie beim Graben nach den Pilzen größere Schäden an den Wurzelspitzen.

In Italien ist aus diesem Grund die Trüffelsuche mit Schweinen verboten.

Der sächsische Kurfürst und König von Polen, August der Starke, brachte bereits 1720 die ersten

Trüffelhunde nach Deutschland, während man in Russland für die Suche nach den teuren Pilzen

früher auch Bären einsetzte und bis heute auf Sardinien Ziegen für diese Aufgabe verwendet werden.

Geschulte Augen können Trüffel auch durch die Bodenbeschaffenheit aufspüren.

Der hohe Preis für Trüffel ist seinem seltenen Vorkommen und der aufwändigen Suche geschuldet.

Eine Trüffelzucht wurde lange für unmöglich gehalten. Allerdings schuf man künstlich Trüffelgebiete,

indem man Eichensetzlingen aus Trüffelregionen pflanzte. Als Truffière bezeichnet man französisch

einen solchen Trüffelhain. Berühmt wurde vor allem die Aufforstung von 1858 am

Mont Ventoux im Département Vaucluse 1858. Rund zehn Jahre muss man bei dieser Methode

auf eine erste gute Ernte warten. Der hohe Trüffelpreis sorgte jedoch schon immer für eine

ideenreiche Suche nach alternativen Möglichkeiten zur Kultivierung der Pilze. Vor allem in Frankreich

und Südosteuropa reüssierte man mit der Aufzucht in speziellem Substrat, sodass die Trüffel später

auf sorgsam ausgewählten Plantagen ausgepflanzt werden können. Auch Trüffel-Fälscher lockt

der hohe Preis für die kleinen Knollen. Um diese Geschäfte unmöglich zu machen, experimentiert

die Universität von Turin bereits seit längerem mit einem praktikablen DNA-Test,

der Fälschungen einfach aufdecken soll.

 

Es gibt schwarze, graue und weiße Trüffeln. Man kann das ganze Jahr über frische Trüffeln bekommen,

allerdings mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Die schwarze Trüffel, die gemeinhin

als „Périgord-Trüffel“ bezeichnet wird, kommt keineswegs nur aus dieser Landschaft

im Südwesten Frankreichs.

Einen Einheimischen aus dem Périgord sollte man aber keinesfalls auf Trüffeln aus dem Südosten

Frankreichs oder gar auf italienische oder spanische Pilze ansprechen. Die „Tuber melanosporum“

kann von November bis März geerntet werden. Ihre Größe reicht von der einer Haselnuss bis zu

der eines Kopfes. Ihr Aussehen ist sehr von der Beschaffenheit der Erde, in der sie wachsen, abhängig.

Damit die schwarze Trüffel ihr vornehmes, leicht rötlich schimmerndes Schwarz erhält,

muss sie gebürstet und gewaschen werden. Die Zwillingsschwester der schwarzen Trüffel i

st die „Wintertrüffel“ – ihr Aroma ist zwar weniger subtil, aber auch sie hat in der feinen Küche

durchaus ihre Berechtigung. Die „Burgunder-Trüffel“ hat etwas an Bedeutung verloren – dabei stand

sie über viele Jahrhunderte auf den Speiseplänen der französischen Könige.

Man findet sie natürlich im Burgund, aber auch in der Champagne, in Lothringen und sogar im Ahrtal.

Die weiße Alba-Trüffel wird ausschließlich in Italien geerntet – in einer Gegend, die vom

Piemont bis in die Abruzzen reicht und sich quer durch die Emilia-Romana, die Toskana, die Marken,

Umbrien und das Latium erstreckt. Von der „Tuber magnatum pico“ werden jährlich zwischen

September und Weihnachten 25-50 Tonnen geerntet – von den so genannten „Trifulau“.

Das Trüffelfieber, das rund um Alba im Herbst herrscht, ist leicht verständlich,

wenn man den Preis für diese Trüffelsorte bedenkt – dieser reicht bis zu 1.500 Euro pro Kilo.

Vom Äußeren her kann man die Alba-Trüffel leicht mit der kleineren „Tuber borchii“ verwechseln.

Allerdings sind sie nicht gleichzeitig reif. Die „Bianchetti“, wie sie in Italien genannt wird, findet man

im Frühling – ihr Aroma ist weniger intensiv als das der weißen Alba-Trüffel. Sie ist auch deutlich günstiger.

Das ist auch bei der weißen Sommertrüffel, der im Aroma sehr viel schwächeren

„Tuber aestivum“ der Fall. Man erntet sie in Italien, Frankreich und Spanien ab Ende Juni.

Nicht unerwähnt bleiben sollen China-Trüffeln und solche aus neuseeländischer Zucht.

Beide haben aber keinen besonderen Stand bei Trüffelkennern – auch,

weil sie immer wieder als teurere Artverwandte angepriesen werden.

 

Die Zucchini

 

 

zucchini invasion von gapey
 

 

 

Zucchini ist eine Kürbisart und stammt wie ihre Verwandten aus Westindien und Mexiko.

Über Italien gelangten die Zucchini auch nach Deutschland. Kürbisse produzieren die größten

Früchte der Pflanzenwelt. Zucchini werden – wenn man sie nicht zuvor erntet – armlang und dick

wie Kürbisse. Ihr Geschmack wird dann allerdings fade und das Fruchtfleisch pelzig.

Am schmackhaftesten sind Zucchini im jungen Zustand von 10 bis 20 cm Länge.

Es gibt sie mit grüner oder manchmal auch gelber Schale. Die beste Zeit ist von Juni bis Oktober.

 

Inhaltsstoffe

Das Fleisch der Zucchini ist gut verdaulich und kann auch roh, beispielsweise im Salat gegessen werden.

Die Zucchini enthalten viel Vitamin B1. Kleine, junge Früchte können bis auf den Stielansatz

verwendet werden.

Die ganz jungen "Baby"-Zucchini werden im Sommer mit ihren Blüten angeboten – ein hübscher

Farbtupfer für Salate und sie sind sogar genießbar. Bei großen, älteren Früchten sind die Kerne

meist sehr groß und hart und sollten besser entfernt werden.

Zucchini sind kalorienarm, 150 g bringen nur 29 kcal, bzw. 119 kJ.

 

Zubereitung

Zucchini kann man füllen, in Scheiben schneiden und schmoren, braten,

überbacken oder roh Salaten beifügen. Beim Braten passt Olivenöl am besten

zum feinen Geschmack des Fruchtfleisches.

 

Die Zwiebel

 

 

Zwiebel - P4200068 von ARENABLICK
 

 

 

Unsere Küchenzwiebel ist ein wahres Multitalent, zum einen dient Sie uns las Heilpflanze

zum anderen ist sie nach dem Knoblauch das gesündeste Gewürz, das wir kenne;

auch besitzt sie ähnliche Wirkung wie der Knoblauch. Nicht umsonst trägt sie den Beinamen

„Königin des Gemüses“. Ob roh gegessen, gedünstet, gebraten, gekocht, sie passt zu eigentlich

allen Gerichten, Fleisch wie Fisch und auch zu jedem Gemüse. Sie gibt nicht nur einen

angenehmen Geschmack, sie hilft uns dazu auch noch gesund zu bleiben.

Sorge dafür tragen schwefelhaltige Verbindungen wie Alliin, Allicin, Polysulfide und das

Tränen der Augen verursachende Propanthialoxid. Dieser Stoff desinfiziert aber so

gleichzeitig die Hornhäute der Augen. Weiterhin enthält die Zwiebel Vitamine und Mineralstoffe.

 

Die Zwiebel hat starke antibakterielle Wirkung und beugt somit Infektionen vor;

sie hilft bei Grippe, Husten und Schnupfen. Zwiebel wirkt ferner appetitanregend, Verdauungsfördernd,

Wassertreibend und äußerlich Wundheilend. Die Zwiebel hilft auch bei Durchblutungsstörungen,

sie wirkt blutdruck- und Blufettspiegelsenkend. Es heißt, dass Zwiebeln das beste natürliche

Heilmittel bei erhöhtem Blutdruck und Blutfettspiegel sind. Insbesondere für ältere Menschen

sind Zwiebeln besonders wichtig. Auch ist der Eisen- und Zinkanteil in Zwiebeln ziemlich hoch,

sie kurbeln somit den Sauerstofftransport in den Zellen an und dies schneller, als jedes andere

eisenhaltige Lebensmittel. Zwiebeln können aber auch äußerlich angewendet werden.

Hier ein guter Tipp gegen Bienen- und Wespenstiche, nehmen Sie eine frisch aufgeschnittene Zwiebel

und reiben Sie damit die Stelle ein, bei Stichen in den Mund- und Rachenraum kann die

Zwiebel sogar Leben retten. Dazu zerkaut man eine Zwiebel sofort nach dem Stich, die Wirkstoffe

verhindern so ein zu starkes Anschwellen der Schleimhäute, bis der Arzt eintrifft.

In der modernen Ernährung ist die Zwiebel nicht wegzudenken, aber auch die alten Ägypter,

die Griechen und Römer schätzten ihre Heilwirkung. So wird im Kräuterbuch des griechischen

Arztes Dioscurides (1. Jahrhundert nach Chr.) auch die Heilwirkung der Zwiebel erwähnt.

Dioscurides empfiehlt die Pflanze bei Augenleiden und Fußbeschwerden, zum Harntreiben,

als Mittel zum Appetitanregend und bei Magenbeschwerden, gegen Schwerhörigkeit

und Ohrensausen sowie als Haarwuchsmittel. Ursprünglich stammt die Zwiebel aus Asien

(China, Indien, Vorderer Orient) und wurde erst durch die Eroberungszüge der Römer in

Europa eingeführt, wo sie zuerst nur in Klöstern kultiviert wurde und auch in der Klosterheilkunde

Verwendung fand. Die Zwiebel zählt botanisch zu den Lauchgewächsen und wird mit ihrem

botanischen Namen Allium cepa genannt. Allium ist der lateinische Name des Lauchs,

der Artname cepa bedeutet Zwiebel. Außer der Küchenzwiebel kennen wir noch die

Winterzwiebel (Allium fistulosum), die im Geschmack milder ist als die Küchenzwiebel

und die Schalotte (Allium ascalonicum).

 

 

 



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