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Anwendung ätherischer Öle

 

duftlampe-blume-des-lebens---neu.jpg

 

 

Reine ätherische Öle

 

Für viele Anwendungsarten braucht man ätherische Öle,
die aus der Pflanze durch Wasserdampfdestillation
herausgelöst worden sind.

 

Solche ätherischen Öle sind leicht- oder zähflüssige Flüssigkeiten,

die meist in kleinen Fläschchen angeboten werden.

 

Qualitätsunterschiede

 

 

Die ätherischen Öle gibt es in unterschiedlichen Qualitäten,

 

die verschieden rein sind und unterschiedlich sorgfältig

 

hergestellt wurden.

 

Im allgemeinen sind ätherische Öle von teureren Anbietern reiner als

Billigangebote, aber natürlich kann man sich darauf nicht

immer verlassen.

Am besten schult man die eigene Nase, um die Qualität ätherischer

Öle selbst riechen zu können.

 

Besonders wertvolle Öle

 

 

Außer einem allgemeinen Preisniveau gibt es auch einzelne

 

Sorten ätherischer Öle, die besonders teuer sind.

 

Diese hohen Preise hängen damit zusammen, dass man sehr große

Pflanzenmengen braucht, um geringe Mengen des

ätherischen Öls herzustellen.

Solche Luxus-Öle sind beispielsweise:

  • Rose
  • Neroli
  • Melisse
  • Schafgarbe
  • Eisenkraut

 

Wenn solche Öle wider Erwarten billig angeboten werden,

 

sind dies meistens synthetisch hergestellte sogenannte

 

naturidentische Öle oder es sind Öle, die aus billigeren Sorten

 

zusammengestellt wurden und nur Spuren der echten

 

ätherischen Öle der teuren Sorten enthalten.

 

Duftlampe

Mit Duftlampen kann man die ätherischen Öle verdunsten lassen.

Dadurch duftet der ganze Raum nach dem ätherischen Öl

und der Duft findet seinen Weg durch die Nase direkt ins

Gehirn ganz von selbst.

 

Die Anwendung in der Duftlampe dient hauptsächlich dazu,

die Wirkungen ätherischer Öle auf Stimmungen

und Gefühle zu aktivieren.

 

So eignet sich eine Duftlampe mit Lavendelduft vor dem

Schlafengehen oder eine Duftlampe mit Zitronengrass-Duft,

um konzentriert arbeiten zu können.

 

Die meisten Duftlampen haben als Wärmequelle ein Teelicht,

das im unteren Bereich der Duftlampe steht.

Oben befindet sich eine kleine Schale, die mit Wasser gefüllt wird.

In die Schale werden einige Tropfen ätherische Öle eingetropft.

Durch die Erwärmung des Wassers verdunsten die ätherischen

Öle nach und nach.

 

Die Dosierung der ätherischen Öle sollte sparsam erfolgen,

damit die Duftwirkung sanft ist und die Sinne nicht überflutet.

Ein bis fünf Tropfen reichen in den meisten Fällen.

Für die Anwendung in der Duftlampe eignen sich alle ätherischen Öle,

die man als wohlriechend empfindet, also beispielsweise:

 

  • Ackerminze
  • Benzoe
  • Bergamotte
  • Geranie
  • Jasmin
  • Kiefer
  • Lavendel
  • Lemongrass
  • Melisse
  • Muskatellersalbei
  • Neroli
  • Orange
  • Patchouli
  • Rose
  • Rosmarin
  • Weihrauch
  • Zitrone

 

Massage-Öle

Mithilfe eines Massageöls werden ätherische Öle auf eine

größere Hautfläche aufgetragen.

 

Dort können sie ihre entkrampfende oder durchblutungsfördernde

Wirkung voll entfalten.

 

Der Massage-Vorgang unterstützt die Entspannung und fördert die

Durchblutung zusätzlich.

 

Je nachdem ob man eine Sportmassage durchführen will,

die überanstrengte Muskeln lockern soll, oder ob man eine

sinnliche Massage für entspannte Stunden zu zweit

durchführen will, werden unterschiedliche ätherische Öle verwendet.

 

Grundrezept

 

 

Als Basisöl verwendet man ein fettes Pflanzenöl.

Das kann ein edles Mandelöl sein, aber auch ein simples

Rapsöl aus dem Supermarkt ist geeignet.

 

Auf 100 ml Pflanzenöl kommen insgesamt etwa 30 bis 50

Tropfen ätherisches Öl, je nachdem wie stark die jeweiligen

ätherischen Öle duften und wie intensiv das Massageöl sein soll.

 

Die ätherischen Öle werden in das Pflanzenöl getropft und

anschließend gründlich vermischt.

Man kann die ätherischen Öle nach Gutdünken kombinieren.

 

Mischung gegen Muskelspannungen

 

  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 30 Tropfen ätherisches Fichtennadel-Öl
  • 20 Tropfen ätherisches Minz-Öl
  • 10 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl

 

Mischung für sinnliche Massagen

 

  • 100 ml Mandelöl
  • 20 Tropfen ätherisches Sandelholz-Öl
  • 10 Tropfen ätherisches Patchouli-Öl
  • 10 Tropfen ätherisches Muskatellersalbei-Öl
  • 10 Tropfen ätherisches Ylang-Ylang-Öl

 

Mischung zur Belebung

 

  • 100 ml Rapsöl oder Jojobaöl
  • 30 Tropfen ätherisches Cypressen-Öl
  • 30 Tropfen ätherisches Rosmarin-Öl
  • 30 tropfen ätherisches Zitronen-Öl

 

 

Massageöl Anleitung

 

Die Anmischung eines Massageöls ist ganz einfach.

Das wichtigste Werkzeug für diese Prozedur ist die eigene Nase,

denn sowohl die Zusammenstellung der ätherischen Öle

als auch deren Menge hängen vom eigenen

Geschmacksempfinden ab.

Alles andere ist ein Kinderspiel:

 

Anleitung

 

1. Das fette Basisöl wird in ein sauberes Gefäß gegossen.

 

2. Die ätherischen Öle werden hineingetropft.

 

3. Zuerst nur einen Teil der angegebenen Tropfen je Sorte eintropfen,

 

damit man selbst die gewünschte Menge ermitteln kann.

 

4. Hinzuschütten ist einfach - entfernen kaum möglich.

 

5. Das Öl wird geschwenkt oder umgerührt.

 

6. Zur Kontrolle der Menge und der Zusammenstellung wird

 

an der Mischung geschnuppert.

 

7. Der Duft sollte nicht zu intensiv sein, denn ein Massageöl

 

wird ja meistens großflächig aufgetragen.

 

8. Wenn man mit der Mischung des Massageöls zufrieden ist,

 

wird es in eine dunkle Flasche gefüllt.

 

9. Die Flasche wird verschlossen.

 

10.                Am Schluss wird die Flasche mit Inhalt und Datum beschriftet.

 

Balsam


Mit "Balsam" kann man eine fetthaltige Salbe bezeichnen,

 

die keinen Wasseranteil beinhaltet und mehr oder weniger

 

intensiv duftet.

 

Balsame kann man als Brustsalbe zur Befreiung

der Atemwege verwenden.

Auch gegen Muskel- oder Gelenkschmerzen kann man

Balsame auftragen.

Oder man benutzt sie zur Hautpflege.

Damit sind die Anwendungsmöglichkeiten für Balsame aber noch nicht

erschöpft. Im Prinzip kann man sie überall anwenden,

wo man ätherische Öle in angemessen verdünnter Form

äußerlich auftragen will.

 

Grundrezept

 

  • 30 ml Pflanzenöl
  • 3 gr Bienenwachs
  • (2 - 5 gr Wollwachs oder Sheabutter - kann man weglassen)
  • 10 - 50 Tropfen ätherische Öle

 

Die Zutaten außer den ätherischen Ölen werden gemeinsam

 

im Wasserbad geschmolzen.

Dann wird der flüssige Balsam aus dem Wasserbad genommen

und die ätherischen Öle unter Rühren eingetropft.

Der flüssige Balsam wird in ein Salbendöschen gefüllt.

Beim Abkühlen ab und zu umrühren.

Dann die Salbendose verschließen und beschriften.

 

Für einen Husten-Balsam oder zur Linderung von Gelenkschmerzen

geeignete ätherische Öle sind:

 

  • Ackerminze
  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kampfer
  • Kiefer
  • Latschenkiefer
  • Minze
  • Niaouli
  • Wacholder
  • Zeder
  • Zirbelkiefer
  • Zypresse

 

 

Zur Hautpflege geeignete ätherische Öle sind:

 

  • Benzoe
  • Bergamotte
  • Citrose
  • Kamille
  • Lavendel
  • Lemongrass
  • Rose
  • Salbei
  • Sandelholz
  • Schafgarbe
  • Teebaum
  • Weihrauch
  • Ylang-Ylang
  • Zitrone

 

Saunaaufguss

 

Der Aufguss in einer Sauna ist eine erweiterte Form des Dampfbades.

Durch die Hitze in der Sauna sind die Poren der Haut weit geöffnet

und die Atmung ist tief.

Beim Saunaaufguss werden meistens balsamisch duftende

ätherische Öle wie Fichtennadel oder Eukalyptus verwendet.

Diese ätherischen Öle werden in Wasser verdünnt und über

den Saunaofen gespritzt.

Der heiße aromatisierte Dampf vertieft die Atmung und reinigt die Haut.

Typische ätherische Öle, die sich für Saunaaufgüsse eignen sind:

 

  • Ackerminze
  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kampfer
  • Kiefer
  • Latschenkiefer
  • Minze
  • Niaouli
  • Rosmarin
  • Zeder
  • Zirbelkiefer
  • Zypresse

 



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